Molly Antopol: Die Unamerikanischen

Antopol_24771_MR1.inddDie Unamerikanischen ist Antopols Debüt und eine Sammlung von Erzählungen. Was sie alle gemeinsam haben, ist die große Einsamkeit ihrer Protagonisten. In ihren Partnerschaften, ihren Familien, in den USA, in ihrer Heimat.

Ein stolzer und mutiger Partisanenführer emigriert in die USA und ist von da an aufgrund seiner mangelnden Sprachkentnisse fast völlig auf seine Frau angewiesen. Der Besitzer einer Wäscherei verliebt sich Hals über Kopf in eine Ukrainerin. Seine Großeltern kamen aus diesem Land, an das ihn nur sein Nachname erinnert, trotzdem sieht er eine Verbindung zu der schönen Frau, die eines Tages in seinem Geschäft steht. Dass sie viel mehr an Kiew als an den USA und an ihm hängt, erkennen beide zu spät. Ein Mann wird aus dem Gefängnis entlassen und sieht endlich seinen Sohn wieder. Er will das gemeinsame Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis machen – gar nicht einfach mit 22 $ in der Tasche.

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Vea Kaiser: Makarionissi

makarionissiIch habe niemals Blasmusikpop gelesen, obwohl ich es immer vorhatte, und mich deshalb sehr gefreut, in diesem Frühjar mit Makarionissi oder Die Insel der Seligen eine neue Vea Kaiser-Chance zu bekommen.

Und das Buch fängt großartig an. Die Autorin bleibt den Bergen treu und lässt die Handlung in Varitsi beginnen, einem winzigen Bergdorf an der griechisch-albanischen Grenze. Dort leben Yiayia Maria und ihre inzwischen verheirateten Töchter Pagona und Despina. Als semi-professionelle Kupplerin macht Maria sich Sorgen um ihren Enkel Lefti, Sohn von Despina – alle Töchter des Dorfes sind versprochen, wen also soll ihr geliebter Junge heiraten? Endlich erbarmt sich Pagona und setzt noch Tochter Eleni in die Welt, die eines Tages Leftis Frau werden soll.

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