Kamila Shamsie: A God in Every Stone

Es ist eine ungewöhnliche Chance, die Vivian Rose Spencer 1914 bekommt: die junge Archäologin darf mit der Erlaubnis ihres Vaters an einer Ausgrabung im türkischen Labraunda teilnehmen. Leiter der Ausgrabung ist der Armenier Tahsin Bey, ein Freund ihres Vaters, mit dem sie bald tiefe Gefühle verbinden. Sie plant schon zukünftige Sommer in der Türkei als Mrs. Bey, doch als die Archäologen nach Wochen abgeschiedener Ausgrabungen wieder in die Zivilisation zurückkehren erfahren sie mit Schrecken vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Alle sind sich einig, dass der Spuk in wenigen Monaten der Vergangenheit angehören wird. Vivian kehrt schnellstmöglich in die Heimat zurück und arbeitet in Erfüllung ihrer patriotischen Pflicht als Krankenschwester. Ihre Briefe in die Türkei bleiben unbeantwortet, eine verspätete Weihnachtskarte an die Familie ist das einzige Lebenszeichen von Tahsin.

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Der Weihnachtskarte aber liegt ein persönliches Schreiben an Vivian bei, in dem Tahsin vom Stirnreif des Skylax spricht, den er schon lange sucht. Er vermutet das Relikt im antiken Caspatyrus, dem heutigen Peschawar. Erschöpft von der Arbeit als Krankenschwester und in der Hoffnung, in Peschawar nicht nur den Stirnreif sondern vielleicht auch Tahsin finden zu können, reist Vivian in diese entlegene Ecke des Empires. In einem Zug trifft sie auf Qayyum, der als Teil der British Indian Army in Ypern sein Leben riskiert und ein Auge verloren hat. So richtig warm werden die beiden nicht miteinander, was vor allem an Vivians freigeistiger Lebenseinstellung und Qayyums traditioneller Erziehung liegt. Trotzdem werden ihre beider Leben spätestens am Bahnhof untrennbar miteinander verknüpft.

Vivians Zeit in Peshawar dauert länger als gedacht. Die Lebensweise der dortigen Bevölkerung ist ihr fremd und unverständlich, der Kontakt aber ohnehin meist nur oberflächlich und auf Augenhöhe gar nicht möglich. Als Teil der britischen Kolonialherrschaft verkehrt sie eben in anderen  (und oft wenig sympathischen) Kreisen. Sie lehnt sich in dieser Position aber nicht bequem zurück, sondern verstößt immer wieder gegen die Regeln der Kolonialgemeinschaft um ihre eigenen und sehr außergewöhnlichen Ziele zu erreichen. Während sie sich am Anfang der Geschichte noch über eine Freundin lustig macht, die sich den Suffragetten anschließt, entwickelt sie sich selbst immer freier und schafft es sogar, sich ein wenig von den Erwartungen des verehrten Vaters frei zu machen. Der hätte ohnehin lieber einen Sohn gehabt um ihn stolz in den Krieg ziehen zu sehen.

Sehr ausführlich und persönlich verhandelt Shamsie das wenig bekannte Thema der British Indian Army, die im Ersten Weltkrieg auf englischer Seite kämpfte und erhebliche Verluste erlitt. Die Männer, die invalide in ihre Heimat zurückkehrten, waren oft desillusioniert und verbittert in Anbetracht der Tatsache, wie schlecht man sie noch immer behandelte. Von Dankbarkeit war von Seiten der Kolonialmacht wenig zu spüren. Im Fall von Qayyum führt dies zu einer steigenden Bereitschaft, sich aktiv gegen die Fremdherrschaft einzusetzen. Er schließt sich dem Paschtunen Ghaffar Khan an, der durch waffenlosen Widerstand die Freiheit Indiens erreichen will. Diese Thematik nimmt einen weit größeren Teil des Romans ein als Vivians Bemühungen in der Archäologie – zum Glück, denn sie sind auch deutlich interessanter.

„Not even a Victoria Cross could give a Pashtun the right to deserve an Englishwoman’s attention.“

Der Anfang des Romans war mir deutlich zu poetisch und verträumt mit der magischen Atmosphäre der alten Tempelanlagen und Lagerfeuern in der Nacht. Ich hatte schon Sorge, Vivian würde den Rest des Romans schwärmend durch den Staub schlendern und steinerne Götter aus der Erde kratzen. Stattdessen wandelt der Roman sich bald zu einer sehr interessanten und persönlichen Auseinandersetzung mit der britisch-indischen Kolonialgeschichte. Allerdings fand ich Vivian dabei manchmal ganz schön platt und austauschbar. Sie tritt hinter der Handlung zurück und fungiert zeitweise nur als europäischer Blick auf die Geschehnisse. Sie ist da, damit sich jemand wundert und Fragen stellt, an vielen Stellen hätte da aber auch eine andere Blondine im Tropenhelm stehen können. Als Figur funktioniert sie dennoch sehr gut und so ist A God in Every Stone ein durchaus lesenswerter und kurzweiliger Roman, dessen Autorin vor kritischen Fragen nicht zurückschreckt.


Kamila Shamsie: A God in Every Stone. Bloomsbury 2014. 320 Seiten. Deutsche Übersetzung von Ulrike Thiesmeyer unter dem Titel Die Straße der Geschichtenerzähler lieferbar beim Berlin Verlag.

Das Zitat stammt von S. 133.

Mit diesem Roman war Shamsie 2015 auf der Shortlist des Baileys Women’s Prize for Fiction. Es war ihre zweite von mittlerweile drei Platzierungen. Dieser Beitrag ist Teil des Leseprojekts Women’s Prize for Fiction.

Hilary Mantel: Wolf Hall

Thomas Cromwell spielt in der englischen Geschichte als Wegbereiter der anglikanischen Kirche und bedeutender Berater Henry VIII eine große Rolle. Allerdings taucht er in der Geschichtsschreibung oft als dunkle, geheimnisvolle und oft eher böse und intrigante Figur auf. Mantel weist daraufhin, dass die Wahrnehmung dieses Mannes bis zum viktorianischen Zeitalter eine ganz andere und deutlich positiver war. Erst zu dieser Zeitpunkt begann das Bild des „Emporkömmlings“ ins negative zu kippen. Anders als die meisten anderen Menschen im majestätischen Umfeld hatte Cromwell seine hohe Position nicht qua Geburt sondern durch harte und gute Arbeit erlangt. Als Sohn eines Schmiedes hatte er Jura studiert, war durch Europa gereist, hatte bemerkenswerte Kunstkenntnisse erlangt und mehrere Sprachen erlernt. Er war ein enger Vertrauter Henry VIII und hatte im Laufe der Jahre mehrere wichtige Ämter in dessen Umfeld inne. In diesem Roman tritt er vor allem auch als Vertrauter Anne Boleyns auf, der zweiten Frau des Königs. Cromwell war maßgeblich daran beteiligt, die Abspaltung der anglikanischen Kirche von der katholischen voranzutreiben und so letztendlich eine Ehe zwischen Boleyn und Henry zu ermöglichen. Wenig verwunderlich, dass er sich mit dieser Aktion nicht nur Freunde machte.

A world where Anne can be queen is a world where Cromwell can be Cromwell.

Trotz seiner wichtigen Rolle ist Thomas Cromwell oft nur eine Randnotiz und sein persönliches Leben spielt in der klassischen Geschichtsschreibung so gut wie nie eine Rolle. Diese Lücke schließt Mantel mit ihrem Roman Wolf Hall, dem ersten von drei Romanen, die sich mit Cromwell befassen (der dritte ist allerdings noch nicht erschienen). In einem Anhang zum Roman berichtet Mantel, dass sie schon lange von dieser historischen Figur fasziniert war. Die Recherche zu diesem Roman allerdings war eine Herausforderung und ziemlich mühsam – für Cromwell hatte sich einfach zu lange niemand mehr interessiert.

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Was sie gefunden hat, reicht aber trotzdem für drei dicke Romane, von denen zumindest der erste durchaus schlüssig scheint. Ich bin mir sicher, dass Wolf Hall ein objektiv sehr guter Roman ist, ich aber habe wahnsinnig mit ihm gekämpft. Mantel reiht Szene an Szene an Szene und konnte mich damit beim besten Willen nicht in ihren Bann ziehen. Bei mir kam beim Lesen kein großes Interesse auf und schon gar keine Spannung. Die Bilder, die in meinem Kopf entstanden – wo sie überhaupt entstanden – erinnerten mich an diese grauenhaft steifen Geschichts-Dokus, die manchmal auf öffentlich-rechtlichen laufen und in denen Darsteller in schicken Kostümen und übertriebenen Gesten steife Abbilder geschichtlich bedeutender Momente nachstellen, während der immer gleiche Sprecher im Präsens erklärt was passiert: Noch in der gleichen Nacht reitet Cromwell zum König [Mann mit Kapuze auf Pferd, Nebel] und überbringt ihm die wichtige Nachricht persönlich [Mann mit Kapuze gibt Mann mit rotem Umhang aufgerolltes Stück Papier]. Dabei sind viele dieser Szenen total gut und oft sehr charmant und witzig und oft, glaube ich, sehr nah an dem, was tatsächlich passiert ist.

Vor allem ist es im Grunde sehr interessant, die Geschichte mal mit einem anderen Schwerpunkt und aus einer anderen Perspektive zu lesen. Gerade Cromwells recht tragisches Familienleben ist sehr ausführlich und beinahe rührend geschildert. Als ich das Buch nach zwei Monaten (!) endlich fertig hatte, habe ich nochmal ein bisschen darin hin und her geblättert und habe ein paar ganz tolle Szenen gefunden. Das Problem war leider, dass ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnern konnte, diese Szenen schon mal gelesen zu haben. Sicher lag das an der wahnsinnig langen Zeit, die ich zum Lesen gebraucht habe. Sicher lag es auch an den unfassbar vielen Personen, die in diesem Roman auftauchen. Dabei ist es meine Lieblingsepoche englischer Geschichte! Da passiert so viel und vieles davon ist völlig bescheuert und allerbester Romanstoff! Nicht umsonst sind die Tudors beliebter Stoff nicht nur öffentlich-rechtlicher Geschichts-Dokus, sondern auch Inhalt zahlreicher Romane und TV-Serien.

Und soll man das jetzt trotzdem lesen? Ich finde schon. Ich glaube, dass Wolf Hall ein objektiv echt guter Roman ist, durch den man sich aber manchmal auch durchbeißen muss. Wer ein bisschen Interesse an Geschichte oder historischen Romanen hat, wird aber sicher viel Freude mit diesem Buch haben. Und keine Sorge: ganz am Anfang gibt es ein Verzeichnis handelnder Personen.


Hilary Mantel: Wolf Hall. Fourth Estate 2010. Originalausgabe Fourth Estate 2009. Deutsche Übersetzung unter dem Titel Wölfe von Christiane Trabant bei Dumont lieferbar.

Das Zitat stammt von S. 205.

2010 war Mantel mit diesem Roman auf der Shortlist des Orange Prize for Fiction. Dieser Beitrag ist Teil des Leseprojekts Women’s Prize for Fiction.

Essen aus Büchern: Pear Belle Hélène aus Ali Smiths „The Accidental“

„Ich esse es ja! Aber nicht unter falschem Namen.“ Birne Helene ist mit hoher Wahrscheinlichkeit das berüchtigste Dessert deutscher Popkultur. Und da Pappa ante Portas nun wirklich einer meiner ganz großen Lieblinge ist, ist es mir eine besondere Freude, euch heute Birne Helene zeigen zu können. Das Gericht stammt dieses mal aus The Accidental, einem Roman von Ali Smith. In diesem Roman verlebt die Familie Smart einen grauenhaften Urlaub, der von der Ankunft Ambers durcheinander gebracht wird. Amber, die niemand kennt, die aber trotzdem bleibt.

„Unsere Birne Helene ist mit Vanillesoße und wird immer gerne genommen.“ Birne Helene wurde um 1870 von niemand geringerem als Auguste Escoffier entwickelt, anlässlich der Aufführung von „Die schöne Helena“, einer Oper von Offenbach. Damals wurden die Birnen in Läuterzucker pochiert, mit kandierten Veilchen bestreut und mit Vanilleeis und Schokoladensauce serviert. Heute nimmt man, zumindest zu Hause, wahrscheinlich eher Birnen aus der Dose und Schokoladensauce aus der Flasche, vermutlich auch im Haushalt der Familie Smart:

„I thought Pears Belle Hélène, he told Eve. I just need to heat it. I’ll do it in a minute.“

Vater Michael schlägt diesen ungeplanten Impro-Nachtisch vor. Ich glaube nicht, dass er zufällig gerade Birnen pochiert hat, aber wir machen das jetzt mal richtig. Und zwar so:

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für 4 Portionen Birne Helene:

  • 4 Tafelbirnen (z.B. Abate Fetel)
  • 500 g Zucker
  • 1 Zitrone (mit essbarer Schale)
  • 1 Vanillestange
  • 150 g Schokolade, Kakaoanteil mind. 70%
  • 120 ml Sahne (oder auch mehr, wenn ihr später mit Sahne servieren wollt)
  • 4 Kugeln Vanilleeis

Einen weiten Topf zu etwa 3/4 mit Wasser füllen. Der Topf muss so groß sein, dass alle Birnen nebeneinander darin schwimmen können.

Die Schale der Zitrone abreiben oder -schälen, den Saft auspressen. Zucker, Zitronensaft und -schale und die Vanillestange ins Wasser geben und die Mischung zum Kochen bringen. Gut rühren, damit der Zucker sich vollständig auflöst.

In der Zwischenzeit die Birnen aushöhlen. Dazu am unteren Ende eine schmale Scheibe abschneiden, damit die Birne später steht. Mit einem Messer oder, wenn vorhanden, einem Melonenbällchenformer den Blütenansatz und das Kerngehäuse entfernen. Die Birnen mit dem Sparschäler schälen. Sobald das Wasser kocht, die vorbereiteten Birnen mit einem Schaumlöffel hineingeben. Etwa 15 Minuten sieden lassen.

Wenn die Birnen weich sind und sich mit einem Messer leicht einschneiden lassen, den Topf vom Herd nehmen. Die Birnen in der Kochflüssigkeit auskühlen lassen.

Kurz vor dem Servieren die Schokolade im Wasserbad schmelzen und mit der Sahne zu einer glatten Soße verrühren. Auf jeden Teller eine Birne und eine Kugel Vanilleeis setzen, evtl. noch Sahne dazu geben und das ganze mit der warmen Soße übergießen.

In Ermangelung an Veilchen habe ich mir Kornblumen als Deko gepflückt, von denen der Samenkugelhersteller verspricht, sie seien essbar. Das sind sie wohl, sie schmecken aber halt auch nach nichts.

Bis die Birne abgekühlt ist, dauert es ein bisschen, was die Zubereitung in die Länge zieht, im Grunde aber ist dieses Dessert sehr einfach zu machen und es ist eben einer der großen Klassiker. Kann man für Gäste tatsächlich gut mal machen.

Und wenn wir jetzt auch noch mal über Bedeutung von Essen in der Literatur sprechen wollen, dann hat dieses Dessert etwas ziemlich phallisches. Ob Ali Smith das so intendiert hat weiß ich nicht, aber es ist ja nicht so, als wäre Michael nicht an Amber (oder jeder anderen Frau unter 35) interessiert. Erschwerend hinzu kommt natürlich die ganzeGeschichte der schönen Helena an sich, die sowieso schon und als Opern-Inszenierung erst recht für viel Aufregung gesorgt hat. Vielleicht hasst Ali Smith aber auch einfach Birne Helene und wollte diesem Unsympathen ein möglichst blödes Dessert in die Rolle schreiben. Man weiß es nicht. Wenn Schokosauce drüber kommt, stell ich sowieso keine Fragen mehr.


Das Zitat stammt von S. 62 von Ali Smith: The Accidental. Penguin 2006.

 

Sue Black: Alles, was bleibt

Sue Blacks Arbeit dürfte auf viele Menschen erstmal abschreckend und verstörend wirken: sie ist forensische Anthropologin. Wenn irgendwo eine nicht identifizierbare Leiche gefunden wird, ist es ihre Aufgabe, herauszufinden, wie dieser Mensch einmal hieß, wo er gelebt hat und ob es vielleicht noch eine Familie gibt, die in Ungewissheit lebt und der es helfen kann, die vermisste Person wenigstens ordentlich zu beerdigen.

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Black arbeitet dabei nicht nur in ihrer Heimat, dem schottischen Dundee, sondern gehört auch einem internationalen Team an, das gerufen wird, wenn es irgendwo auf der Welt eine Menge Leichen zu identifizieren gilt. So war sie beispielsweise nach dem Kosovokrieg damit betraut, Menschen zu identifizieren, die in Massengräbern verscharrt wurden. Als ein Tsunami die Asiens traf und mehr als 250.000 Menschen ums Leben kamen, tat ihr Team das möglichste, die Toten sicher zu identifizieren. Die Hinweise, welche die Toten dabei geben, sind sehr spannend und den meisten sicher unbekannt. Klar, Knochenlängen sagen etwas über die Größe des Menschen, Verknöcherungsgrade etwas über das Alter aus. Aber wer weiß denn schon, dass man irgendwo im Kopf eine winzige Höhle namens otische Kapsel hat, die sich beim ungeborenen Kind entwickelt, sich danach nie wieder verändert und für immer Rückschlüsse darauf zulässt, welcher Umgebung die schwangere Mutter zum Zeitpunkt des fraglichen Entwicklungsstadiums ausgesetzt war?

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Garry Disher: Bitter Wash Road

Es ist einsam im australischen Tiverton. Ein Kaff, so klein, dass die Polizeidienststelle von nur einem Beamten besetzt ist, der im angrenzenden Haus auch gleich wohnt. Im Moment ist es Constable Hirsch, der dort seinen Dienst versieht. Freiwillig kommt niemand an diesen Ort, auch Hirsch hat den Aufenthalt einer Strafversetzung zu verdanken. In seiner Heimatstadt Adelaide hat er korrupte Kollegen ans Messer geliefert, während man ihm selbst nichts hat nachweisen können. Dass er sich wirklich nichts hat zu Schulden kommen lassen, können nicht mal seine Eltern glauben.

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fbm18 Mini-Series IV: Literatur

Vor lauter Politik und Menschen hätte ich es fast vergessen: zur Frankfurter Buchmesse fährt man ja eigentlich wegen der Bücher. Sehr schön fand ich in diesem Jahr die Präsentation der Gastland-Titel inmitten hölzerner Buchstaben. Gemäß dem Motto „made by characters“ war das georgische Alphabet in riesigen Buchstaben nachgebaut, allesamt verziert mit Zitaten und Geschichten zur Literatur des Landes. Außerdem gab es Buchstaben-Klebe-Tattoos, was auch ziemlich cool ist. Und nicht zuletzt konnte man natürlich überall auf der Messe georgische AutorInnen treffen, deren Werke es dank Ehrengast-Auftritt nun auch auf den deutschen Markt schaffen.

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Eher zufällig bin ich auf dem Weg zu einer Kommissar-Kugelblitz-Lesung bei Heinz Strunk vorbei gekommen und geblieben. Er erzählte von seinem neuen Buch Das Teemännchen und beklagte sich, dass man ihn immer noch als ausschließlich humoristischen Autor wahrnehme und beispielsweise Junge rettet Freund aus Teich fast gar nicht wahrgenommen wurde, obwohl es ihm selbst so gut gefällt. Na gut, ich hatte sowieso mal vor das zu lesen. Der goldene Handschuh habe ich nie gelesen, weil Freundinnen mir sagen, ich würde das zu eklig finden. Die Kugelblitz-Lesung habe ich übrigens nicht gefunden oder sie hat nie stattgefunden, das habe ich nicht abschließend herausgefunden. Aber so gut wie früher wird der eh nie mehr.

Eine sehr interessante Veranstaltung zu Literaturkritik unter digitalen Bedingungen gab es am Freitag.  Bei der Gesprächsrunde redeten Katharina Herrmann, Berit Glanz, Philipp Theisohn und Ekkehard Knörer über die Besonderheiten von Literaturempfehlung im Internet und was sie vom klassischen Feuilleton unterscheiden muss. Ich erwarte bei sowas immer ein bisschen Gelaber und blabla und war sehr positiv überrascht von der wirklich interessanten Runde. Vielleicht nehme ich was mit von dem Hinweis, dass Rezensionen online offener sein müssen, um eine Diskussion zu erlauben. Mal sehen. Ihr werdet es schon merken. Oder viel mehr ich werde es merken, wenn hier endlich mal jemand kommentiert.

Meine letzte Veranstaltung war der LitProm-Bestenliste gewidmet. Zoë Beck (Verlegerin und Übersetzerin), Andreas Fanizadeh (Leiter Kulturresort der taz) und Dani Landolf (Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband) stellten die Liste vor, auf der seit 35 Jahren Literatur jenseits des Eurozentrismus präsentiert wird. Mit der Liste soll AutorInnen aus Lateinamerika, Afrika und Asien zu größerer Bekanntheit und Präsenz im deutschsprachigen Raum verholfen werden. Außerdem soll die Übersetzung dieser Literatur ins Deutsche gefördert werden. Besonders im Buchhandel ist die Bekanntheit und Akzeptanz aber immer noch nicht überall gegeben. Vor allem in Buchhandelsketten wird den Titeln kaum oder gar kein Raum gegeben. Auch in klassischen Medien können Besprechungen dieser Titel nicht immer platziert werden, da schon zu viel Raum für bekanntere AutorInnen vorgesehen ist.

Neben diesen „größeren“ Veranstaltungen habe ich mich natürlich auch mit sehr vielen Leuten unterhalten, die sehr hinter den Titeln stehen, die sie produzieren. Das ist immer wieder schön zu sehen, gerade bei den kleineren und kleinen Verlagen. Ich versuche immer, von der Messe so wenig Papier wie möglich nach Hause zu schleppen, habe aber zumindest meine mentale Wunschliste um etliche Posten verlängert.

Im nächsten Jahr werde ich eine Pause brauchen. So interessant und spannend auch ist, jedes Jahr kann ich mir das nicht geben. Aber irgendwann komme ich wieder und freue mich dann doch auf so viele Menschen, Meinungen, Begegnungen und nicht zuletzt: Bücher.

fbm18 Mini-Series III: Menschen

Es wirft kein gutes Licht auf mich, aber ich finde Menschen oft und schnell anstrengend. Vor allem, wenn sie sich in Gruppen durch Messehallen schieben. Ach, wenn sie nur schöben! Meistens stehen sie an unmöglichen Plätzen herum und mir im Weg. Aber das gute an der Messe ist ja, dass es dort auch ein paar ganz wunderbare Menschen gibt und man immer einige davon trifft, wenn auch leider niemals alle.

CavalloEine wunderbare Frau, die ich dieses Jahr erleben durfte, war Francesca Cavallo, die stellvertretend für das Projekt „Good Night Stories for Rebel Girls“ auf der Messe war. Eigentlich wollte ich nur ganz kurz stehen bleiben, aber Cavallo hat mich mit ihrer wahnsinnig enthusiastischen und charismatischen Art viel länger als geplant bei der Bühne gehalten. Aus ihrem Projekt sind inzwischen zwei Bücher entstanden, in denen in sehr kurzen kurzen Texten Frauen und Mädchen vorgestellt werden, die Besonderes getan haben, auf welchem Gebiet auch immer. Die Geschichten sollen Mädchen Mut machen, für sich selbst einzustehen und ihren Weg zu gehen. Die Texte sind zum Teil wie Märchen erzählt und jeweils mit einem Bild einer Künstlerin illustriert.  Ich kannte die Bücher zwar schon, habe mich aber nie näher mit ihnen beschäftigt, was sich dank Cavallos umwerfender Art ändern wird.

Auch die vier Verlegerinnen aus Georgien, die auf der Leseinsel der unabhängigen Verlage über „Female Perspectives – Publishing in Georgia“ redeten, waren sehr beeindruckend. Sie berichteten vom schwierigen Aufbau der Verlagswelt nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und davon, wie schwierig es für Frauen in Georgien oft ist, im Berufsleben ernst genommen zu werden. Während Führungskräfte im Verlagswesen keine Seltenheit sind, sieht das in anderen Branchen ganz anders aus. Auch Gewalt im häuslichen Umfeld wurde als großes Problem angesprochen.

BloggerInnen habe ich nur wenige gesehen und noch weniger gesprochen. Dabei war ich sogar bei der Buchblog-Award-Verleihung, zumindest am Anfang. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an die GewinnerInnen! Leider musste ich nach einer halben Stunde gehen, weil ich mit einer alten Seckbach-Mitschülerin zum Kaffee verabredet war. Weil die Schlange dort sehr lang war und weil wir zusammen in Seckbach waren, wurde es dann doch ein Wein. Danach war ich zwar in Sekt- und Plauderlaune, habe aber auch keinen mehr getroffen. Blödes Timing.

Dafür habe ich vor allem am Donnerstag ein paar bezaubernde Verlagsmenschen getroffen, die ich zum Teil nur aus Mails kannte und zum Teil seit Jahren nicht gesehen hatte. Das allein war den Reiseaufwand schon fast wert. Und nächstes Mal bin ich sicher auch besser beim Blogger erkennen – hoffe ich.

fbm18 Mini-Series II: Nun sag, wie hast du’s mit der Politik?

Nachdem die letzte Buchmesse politisch ja ordentlich aus dem Ruder gelaufen ist, war die Messeleitung in diesem Jahr zumindest um klügere Standpositionierung bemüht.  Außerdem gab es eine Menge Veranstaltungen zu politischen Themen. Mir kam es sogar sehr viel vor, allerdings war ich auch extrem lange nicht mehr auf der Messe und mag eine Entwicklung verpasst haben.

Dass ich überhaupt in der Nähe der Stände von Junge Welt und Co war, habe ich nur der Tour „Die politische Landschaft der Buchmesse“ zu verdanken. Einige Verlage des sehr rechten Spektrums waren in einer Art „Sackgasse“ am Rande der Halle platziert. „Sie verlassen jetzt die politisch korrekte Zone“ war der Hinweis, den man passieren musste, um zu den Ausstellern zu gelangen. Zumindest Kubtischek hatte es aber wieder mitten ins Getümmel geschafft. Zwar war sein Verlag Antaios in diesem Jahr nicht für die Messe angemeldet, wohl aber ein Loci-Verlag, der bisher null eigene Publikationen hat. Wenige Tage vor der Messe verkaufte Kubitschek für einen symbolischen Betrag an Loci, wo das Antaios-Programm jetzt als Imprint geführt wird. Kubtischeks Frau bleibt Programmleiterin. Die Tour an sich war ziemlich anstrengend, was vor allem an den irrsinnig unkomfortablen Headsets lag. Ich bin da auch echt empfindlich, aber nach einer halben Stunde taten meine Ohren so weh, dass ich einfach keinen Spaß mehr hatte. Was sehr schade ist – eigentlich finde ich diese Touren (die es auch zu vielen anderen Themen gibt) eine gute Möglichkeit, um in kurzer Zeit einen bestimmten Aspekt gut kennenzulernen. Aber oh Gott, meine Ohren!

Außerdem war ich am Stand der Bundeszentrale für politische Bildung bpb. Die bpb kenne ich vor allem wegen ihrer Themenhefte, die es früher in der Schulbib gab und die damals, als wir noch ohne Internet Referate schreiben mussten, Gold wert waren. Außerdem konnte man sie bestellen und musste nichts bezahlen und das Fluter-Abo gab es obendrauf. Erst am Donnerstag habe ich allerdings erfahren, dass es bei der bpb auch Lizenzausgaben aktueller politischer Titel gibt, die immer 7,- € kosten und damit oft sehr deutlich günstiger sind als die Originale. Die Ausstattung ist natürlich weniger schick, aber wer sich dafür interessiert und gerade nicht sehr viel Kohle übrig hat, ist damit extrem gut beraten, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Originalausgaben nicht selten um die 30 € kosten. Da verzichtet man schonmal gerne auf das Lesebändchen.

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Jagoda Marinić und Manja Präkels

Sehr interessant war auch die Diskussion „Starke Stimmen gegen rechts“, die im Rahmen der FR-Reihe „Streiterinnen“ stattfand. Im Lesezelt (das schön war aber halt auch total nach dem Sponsor Yogi-Tee gerochen hat) diskutierten Manja Präkel und Jagoda Marinić über die aktuelle politische Situation und ihre Aufgaben und Möglichkeiten als Autorinnen. Manja Präkels ist vor allem Musikerin, stammt aus Zehdenick in Brandenburg und hat in diesem Jahr für ihren Roman Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß den Jugendbuchpreis bekommen. Sie berichtet darin von einer Jugend im Osten Deutschlands, in einer Zeit des doppelten Zusammenbruchs von Staat und kindlicher Identität. Bei Lesungen im Osten Deutschlands ist sie heute schockiert von der Resignation gegenüber rechten Strukturen, gerade unter Jugendlichen. Jagoda Marinić, die mit ihr auf der Bühne war, lebt als Autorin in Heidelberg und zweifelt an, dass Literatur überhaupt unpolitisch sein kann. Ihre Stimme gegen rechts zu erheben sieht sie aber weniger als Autorenpflicht denn als Bürgerpflicht.

Mit der Weltempfänger-Bühne gab es einen zentralen Platz, der fast ausschließlich politischen Themen gewidmet gab, es gab eine (kleine) Ausstellung zum Frauenwahlrecht und nicht zu vergessen die Kampagne On the Same Page, die sich für Menschenrechte einsetzt. Und trotzdem war Höcke da, was für viele MessebesucherInnen zu nicht unerheblichen Einschränkungen geführt hat. Von einer besonders unangenehmen Situation berichtet etwa Sophie Sumburane. Ich selbst war zu der Zeit nicht mehr da und habe nur im Rausgehen mitbekommen, wie der Bereich vor Halle 4 sich mehr und mehr mit PolizistInnen füllte. Der Verlauf war auch in diesem Jahr weit suboptimal, immerhin scheint die Messeleitung aber irgendwas gelernt zu haben. Dennoch finde ich es unverhältnismäßig, eine Verlagsveranstaltung zu erlauben, die große Teile der Messe lahmlegt und sowohl BesucherInnen einschränkt, als auch Ausstellern schadet, deren Stände zumindest vorübergehend nicht besucht werden können, die u. U. geplante Veranstaltungen und Termine absagen müssen und so weiter. Dabei ist es mir auch egal, für wen eine komplette Halle gesperrt wird. Ich sehe da absolut keine Verhältnismäßigkeit.

 

fbm18 Mini-Series I: Die Reise

Das erste mal seit vielen Jahren war ich letzte Woche auf der Buchmesse und das erste mal war ich als Bloggerin und nicht als Buchhändlerin da. Als ich noch in Worms gewohnt habe, war Frankfurt ein kurzer Weg, aber seit es mich in den Norden verschlagen hat, ist der Messebesuch mit deutlich mehr Aufwand verbunden und ich bin auch einfach ein sehr fauler Mensch.

Dieses Jahr aber ich mich aufgerafft und bin nach Mainz gegondelt, wo mein kleiner Bruder mir mit großer Begeisterung sein Schlafsofa zu Verfügung gestellt hat (er hat Fön und Bügeleisen, alle Sorgen waren umsonst, aber danke für die Anteilnahme bei twitter). In der Messe-App hatte ich ungefähr jede zweite Veranstaltung markiert und es war sehr schnell klar, dass ich das nicht alles schaffen kann und will. Außerdem wurde es irgendwann übersichtlich. Wie sehr ist mir erst klar geworden, als ich angefangen habe, diesen Text zu schreiben. Also gibt es jetzt eine Mini-Serie nach Themenfeldern.

Die Reise

Ich bin am Mittwoch schon angereist, allerdings erst nur bis Mainz, wo ich im Bahnhof an meinem Bruder vorbei gerannt bin, weil ich ihn seit seiner Konfirmation nicht mehr im Anzug gesehen habe und er aussah, als wolle er mit mir über die Bibel sprechen.

Die Fahrt war wenig aufregend, wenn man mal davon absieht, dass der Rhein spektakulär niedrig war und ich immer wieder sagen musste, dass ich den Rhein noch nie so niedrig gesehen habe. Mittlerweile weiß ich: er war noch nie so niedrig. War auch auf eine Art sehenswert.

Am nächsten Morgen stellte ich fest was man auf jeder Reise feststellt, nämlich dass ich die Hälfte vergessen hatte. Ich musste mich im Bahnhofs-Rossmann schminken, während ich allen Mitarbeiterinnen fortwährend versichert habe, dass ich das alles auch kaufe, was ich auch getan habe. Im Selbst-Check-Out!

Bei der Abreise am übernächsten Morgen stellte ich fest, dass der Frankfurter Bahnhof eine Katastrophe in puncto Gepäckaufbewahrung ist. Ich wollte gerne mein gesamtes Gepäck am Bahnhof lassen, leider musste ich erst weit mehr als 20 Schließfächer in drei Schließfach-Anlagen durchtesten, bis eines funktionierte. Großer Spaß. Als die Tür glücklich zu war, fiel mir auf, dass mein geliebtes Pastrami-Sandwich mit im Fach war. Mega Start in den Tag.

Die Rückfahrt war auch eine ziemliche Katastrophe, weil wir überall auf Personal warten mussten. Ich will nicht klagen, die Kölner Strecke hatte es weit schlimmer erwischt. Außerdem saß ich bequem in der ersten Klasse und hatte mich noch dazu für den Komfort Check-in entschieden. Das tolle am Komfort Check-in ist, dass niemand mehr kommt und sagte „Entschuldigen Sie, Ihre Fahrkarte bitte“ sondern „Entschuldigen Sie, ach, Sie haben ja schon eingecheckt. Tolle Sache, ne?“. Das stört viel weniger beim Lesen. Nun, es gab Strom und Internet und ich habe eine 90er-Playlist gefunden, die mich bis Bremen bestens unterhalten hat. Schade nur, dass niemand sehen wollte, wie ich wirklich noch die ganze Choreo von „Stop!“ von den Spice Girls kann. Sie ist sehr simpel und illustrativ, zugegeben. Wer nicht mehr schrittsicher ist, darf nochmal nachgucken in diesem Video aus Zeiten, als Victoria noch Adams hieß:

Am Ende hab ich es auch noch ganz knapp zu den Öffnungszeiten meines Lieblingsinders nach Bremen geschafft, womit alles ein gutes Ende hatte.

Daphne du Maurier: Rebecca

Achtung: Spoiler ab dem dritten Absatz! Ich weiß, dass alle sowieso nur immer den letzten Absatz lesen, aber das funktioniert hier nicht, Freunde.

Daphne du Mauriers Roman Rebecca gilt 80 Jahre nach seinem Erscheinen als großer Klassiker, auch wenn er immer noch verdächtig ist, eine eher seichte Romanze mit Spannungselementen zu sein. Bemerkenswert ist, dass die namensgebende Rebecca de Winter in Person überhaupt nicht auftaucht und das auch gar nicht mehr kann, weil sie schon vor Einsetzen der Handlung tot ist. Allgegenwärtig ist sie trotzdem.

„He would never love me beause of Rebecca. She was in the house still as Mrs. Danvers had said, she was in that room in the west wing, she was in the library, in the morning-room, in the gallery above the hall. Even in the little flower-room, where her mackintosh still hung.“

Die sehr junge namenlose Protagonistin und Erzählerin des Romans lernt den reichen und weit älteren Maxim de Winter in Monte Carlo kennen, wo sie als Gesellschafterin einer reichen und anstrengenden Amerikanerin arbeitet. Sie verliebt sich schnell in den geheimnisvollen Mann, der vor nicht ganz einem Jahr seine wundervolle Frau Rebecca verloren hat. Die Heirat geht schnell und ohne großes Zeremoniell über die Bühne und nach wunderbaren Flitterwochen in Italien kehrt das junge Glück zurück nach Manderley, dem großzügigen Landsitz der Familie de Winter in Cornwall. Trotz aller Verliebtheit kann die Erzählerin dort nicht glücklich werden. Die geheimnisvolle Haushälterin Mrs. Danvers steht ihr feindselig gegenüber, bei gesellschaftlichen Anlässen ist sie unsicher und schüchtern und sie ist sich ziemlich sicher, dass Maxim immer noch Rebecca hinterhertrauert, deren Schönheit und Perfektion sie selbst nie erreichen kann. Noch nicht einmal den Namen „Mrs. de Winter“ hat sie für sich. Rebecca hängt als dunkler Schatten über allem, was sie in Manderley sieht und berührt und sie ist sich sicher, dass sie in allen Situationen mit Rebecca verglichen wird und nur verlieren kann. Dass die Wahrheit ganz anders und noch viel dunkler ist, findet sie erst nach und nach heraus.

Und nach diesem superguten Cliffhanger kommt jetzt: DER SPOILER! Ich gehe mal davon aus, dass extrem viele Leute Rebecca kennen, sei es nun als Buch oder als Film und nicht überrascht sein werden von dem, was jetzt kommt. 

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