#verlagebesuchen beim Bremer KellnerVerlag

Anlässlich des diesjährigen Welttag des Buches haben Verlage in ganz Deutschland Buchfans eingeladen, mal bei ihnen vorbei zu schauen. Mit dabei waren natürlich die großen Häuser, aber auch viele kleine Verlage, die sich mit unterschiedlichsten Aktionen beteiligt haben. Auch zwei Bremer Verlage haben teilgenommen. Beim Franzius-Verlag war gestern Tag der offenen Tür, da musste ich arbeiten, heute aber konnte ich den KellnerVerlag besuchen. Mit dabei war Eva, die den Blog The Lost Art of Keeping Secrets betreibt und die ich dank der Booknerd-Bloggerlandkarte als um die Ecke wohnend entdeckt habe.

Der KellnerVerlag liegt in der Bremer Neustadt direkt an der Kleinen Weser. Heute hatten sich zum früheren der beiden Führungstermine immerhin rund 25 Interessierte eingefunden. Und für viel mehr wäre in den Verlagsräumen, die sonst nur sechs MitarbeiterInnen beherbergen, auch kein Platz mehr gewesen. Verlagsinhaber- und gründer Klaus Kellner selbst hatte sich die Zeit genommen ein bisschen über den Verlag zu erzählen, den er 1988 gegründet hat, ursprünglich um Ratgeberliteratur für Arbeitnehmervertretungen zu publizieren. Bis heute ist diese Sachbuchsparte ein wesentliches Standbein des Verlags. Es werden aber auch zahlreiche Bücher mit Bezug zu Bremen (Bremensien) verlegt, sowie Krimis und Romane. Die beiden auflagenstärksten Titel sind allerdings ein internationales Grünkohlkochbuch und ein Buch über die Drehorte der ZDF-Serie Inspector Barnaby. Zu letzterem Thema hat Kellner auch schon geführte Reisen organisiert. Nachdem ich noch niemals eine Folge dieser Serie gesehen habe, hat mich dieses offenbar allgemein vorhandene Interesse dann schon überrascht, muss ich zugeben.

Nach beinahe dreißigjähriger Verlegertätigkeit und Engagement im Börsenverein hat Klaus Kellner natürlich einiges darüber zu erzählen, wie erfolgreiche und weniger erfolgreiche Bücher gemacht werden. Eine richtige Führung durch die Verlagsräume gab es nicht, dafür aber einen sehr informativen und kurzweiligen Vortrag. Sollte es im nächsten Jahr wieder eine derartige Veranstaltung geben, kann ich sehr zu einem Besuch raten. Ich hoffe ja, dass vielleicht mal mehr niedersächsische Verlage mitmachen, nachdem es in diesem Jahr nur ein einziger war. Kann mir doch keiner erzählen, dass das zweitgrößte Bundesland da nicht mehr zu bieten hat!

Außerdem habe ich den Welttag zum Anlass genommen, nochmal zwei Bücher in die Freiheit zu entlassen. Vor fast exakt einem Jahr hatte ich ja eine Bookcrossing-Tour durch Ostfriesland gestartet, die allerdings ohne Folgen blieb – bis gestern zumindest, da wurde zu meiner Freude eines der ausgesetzten Bücher als gefunden registriert! Grund und Motivation genug für weitere Taten.

Ich hoffe, ihr hattet auch einen schönen und buchreichen Welttag!

Thomas Mann: Buddenbrooks

Ach ja, die Buddenbrooks. Sie waren vor guten zehn Jahren das erste Buch, das ich von Thomas Mann gelesen habe und damit der Grundstein einer großen Liebe. Ich hatte damals gehörigen Respekt vor diesem Großmeister der deuschen Literatur mit seinen legendären Bandwurmsätzen. Ich weiß nicht, warum das so oft das erste ist, was Menschen zu Thomas Mann einfällt, so lang sind seine Sätze nun wirklich nicht, da gibt es weitaus schlimmere (ich meine dich, Augusto Roa Bastos!).

Ich hatte das Buch dabei, als ich in einem Sommer mit drei Freundinnen nach Fehmarn gefahren bin, darunter zwei weitere Mann-Fans. Natürlich mussten wir nach Lübeck ins Thomas Mann-Haus und natürlich mussten wir in Travemünde die Vorderreihe entlang spazieren. In den Fotos dieses Urlaubs habe ich noch ein Bild von einem Haus gefunden, das wir als Residenz des Lotsenkommandeurs Schwarzkopf auserkoren hatten. Ohne jede Grundlage, versteht sich. Mortons „auf den Steinen sitzen“ schaffte es sogar für einige Zeit in unseren aktiven Wortschatz.

mann_buddenbrooks

Eine Zusammenfassung der Handlung kann man sich ja eigentlich fast sparen. Die Geschichte beginnt, als der alte Johann Buddenbrook noch lebt und man gerade in das neue Haus mit Landschaftszimmer in der Mengstraße gezogen ist und sie endet, als der jüngste Johann Buddenbrook nicht mehr lebt und das repräsentable Haus schon lange verkauft ist. Und dazwischen? Dazwischen strotzt der Roman von Humor und Tragik, von Triumphen und Niederlagen und von jeder Menge Figuren, die einem über die knapp 760 Seiten ganz schön ans Herz wachsen.

Die Buddenbrooks halten noch etwas auf sich, allen voran Antonie. Man achtet peinlichst darauf, dass die Traditionen der Familie eingehalten werden, vor allem, dass man seinen Namen als Kaufmann nicht ruiniert. Denn auch wenn über der Haustür das Motto „Deus providebit“ prangt, ist der wahre Leitsatz der Familie doch „sey mit Lust bei den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, daß wir bey Nacht ruhig schlafen können“. Über die Jahrzehnte, denen man der Familie folgt, ändert sich die Welt um die Buddenbrooks herum rapide. Lange, bevor der junge Hanno Buddenbrook sich mit Pavor Nocturnus quält, ist es mit der erholsamen Nachtruhe für die meisten Familienmitglieder schon vorbei.

„Schließe die Haustür! Mach‘ Alles zu! Es ist das Volk…“

Emporkömmlinge sind auf einmal die erste Familie in der Stadt und skrupellosere Kaufleute als die Buddenbrooks es sind, machen die weitaus besseren Geschäfte. Zu allem Überfluss gibt es plötzlich Revolten und neumodische Ideen, nach denen das gemeine Volk mehr Rechte haben sollte. Niemand kann über diese Umstände so empört sein wie Antonie Buddenbrook/Grünlich/Permaneder. Nach einer ersten gescheiterten Ehe hat sie das Leben gesehen und ist keine dumme Gans mehr und weiß sehr genau, wer sie auf der Straße zuerst  zu grüßen hat.

Tony war für mich, als ich die Buddenbrooks das erste mal las, eine tragische, bemitleidenswerte Figur. Und zwar nur. Ihre Unerträglichkeiten sind mir erst beim zweiten Mal so richtig aufgefallen. Sie will so gerne etwas für die Familie tun, schießt aber ständig über das Ziel hinaus und trifft mehr als ein mal die falschen Entscheidungen, während sie sich selbst auch furchtbar wichtig nimmt. Aber so richtig vorwerfen kann man ihr das trotzdem fast nicht, Tony kann nun einmal nicht aus ihrer Haut. Mit inbrünstiger Verehrung muss sie ihre Familie lieben und verehren und ihr ganzes Dasein in den Dienst der Buddenbrooks stellen.

Christian hingegen fand ich beim ersten mal nur lächerlich und anstrengend, mit zehn Jahren Abstand sehe ich aber auch durchaus sein tragisches Potenzial. Es liegt nicht in seiner Natur, den Ansprüchen seiner Familie Genüge zu tun, er muss in ihren Augen scheitern. Verständnis kann er dafür nicht erwarten, zu sehr sind seine Geschwister und Eltern in der Tradition verhaftet, in der Ausreißer schlicht nicht vorgesehen sind. Wie tragisch es für ihn endet, hatte ich in der Zwischenzeit schon vergessen. Ich hätte es ihm anders gewünscht.

Ach und Hanno. Der arme Hanno. Er selbst zieht einen Strich unter seinen Namen in der in Ehren gehaltenen Familienchronik und schließt sie damit vorzeit ab. „Ich glaubte… es käme nichts mehr“ rechtfertig er sich unbeholfen seinem Vater Thomas gegenüber. Und es kommt auch nichts mehr. Hanno passt nicht in diese Familie in der Zahlen und Haltung über alles gehen. Zu sehr ähnelt er seiner ätherischen Mutter Gerda, zu zärtlich liebt er seinen einzigen Freund, den verwahrlosten Kai Graf Mölln. Hanno erkrankt an Typhus und gegen den, so lernt man, hat man nur eine Chance, wenn man noch leben will. Hanno wird nicht einmal volljährig.

Ich finde die Buddenbrooks ein wirklich brillantes Buch. Die Charaktere sind in sich schlüssig, manchmal ironisch überzeichnet. Während alle Mitglieder der Familie eifrig bemüht sind, eine Fassade aufrecht zu erhalten, die mindestens so würdevoll ist wie die in der Mengstraße, blickt man beim Lesen weit dahinter und wird Zeuge der inneren Kämpfe und erfährt wie sehr jeder einzelne darunter leidet, nicht wirklich das erträumte Leben zu haben. Aber ein Bruch mit den familiären Konventionen scheint undenkbar. Die wenigen Randfiguren, die dies wagen, werden mit ewiger Verachtung gestraft. Vielleicht liegt es auch an dieser Starrheit, an diesem Festhalten an antiquierten Traditionen, dass die Familie untergehen muss. Sie passen einfach nicht mehr in die neuen Zeiten, sie sind und werden überholt.

Bei all der Tragik kommt aber auch Humor nicht zu kurz. Wie witzig Thomas Mann ist, habe ich erst beim zweiten Lesen gemerkt. Vielleicht war meine Ehrfurcht vor dem großen Meister beim ersten mal so groß, dass ich nicht auf Humor zu hoffen gewagt habe. Es gibt, das sei euch ans Herz gelegt, eine CD, auf der Loriot Texte von Thomas Mann vorliest. Ich glaube, man kann die nur noch als Download bekommen, aber sie heißt „Das Eisenbahnunglück“ und hat mir beim Verstehen des Mannschen Humor sehr, sehr geholfen.

Ich behaupte nicht, dass man die Buddenbrooks gelesen haben muss, man kann auch ohne diesen Roman ein langes und erfülltes Leben haben. Mich aber haben sie seit dem ersten Lesen nicht mehr losgelassen und werden mich auch sicher noch viele Jahre begleiten und ich kann sicher nie wieder Scheibenhonig sehen, ohne an Morten Schwarzkopf zu denken. In meinen Augen gilt dieser Roman völlig zurecht als einer der ganz, ganz großen Klassiker.


Thomas Mann: Buddenbrooks. Fischer 2004. 758 Seiten, € 9,95. Neu durchgesehen anhand der Erstausgabe Fischer 1901.

Das Zitat stammt von S. 178

Jean-Paul Sartre: Der Ekel

Der Ekel, 1938 erschienen, ist Sartres erster Roman. Heute gilt er als eines der Standardwerke des Existenzialismus. Das klingt groß und kompliziert und sperrig – ist es aber nicht. Tatsächlich ist es ein sehr lesbarer, geradliniger und über lange Strecken sogar sehr unterhaltsamer Roman, den ich in nur wenigen Tagen gelesen habe.

„Ich fragte mich für einen Augenblick, ob ich die Menschen nicht lieben könnte.“

Der Roman handelt von Antoine Roquentin, der nach langen Reisen in die (fiktive) französische Stadt Bouville gekommen ist, um dort an seinem Buch über den Marquis de Rollebon zu arbeiten. Er lebt einsam und zurückgezogen, worunter er manchmal leidet. Allerdings ist es ihm auch fast nicht möglich, Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen. Er fühlt sich nicht als Teil der Masse und empfindet oft sogar Ekel, wenn er in Gesellschaft ist. Allerdings weniger vor den Menschen selbst als vor der Existenz an sich und der Existenz die diese Menschen führen, so wie er selbst auch.

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Die reine Existenz von Dingen, die er berührt verursacht in ihm einen Ekel, der ihn lähmt. Es quält ihn, dass er nichts gegen seine eigene Existenz unternehmen kann, denn selbst nach dem Tod wäre er da, in Form von totem Fleisch und Knochen. Die Grundlosigkeit aller Existenz ist für ihn nicht zu verkraften. Über Tage kann Roquentin ohne diesen Ekel leben, aber die nächste Welle ist unvermeidbar.

Damit ist eines der Grundkonzepte des Existenzialimus schon mal angerissen. Auch das „Nichts“, das Sartre fünf Jahre später in Das sein und das Nichts ausführt, hat einen kurzen Auftritt. Der Fokus des Romans ist tatsächlich auf den philosophischen Konzepten, auf dem Gefühl des Ekels. Viel Handlung gibt es nicht. Der Ekel ist in Form eines Tagebuchs verfasst, das vor allem die Gedanken des Protagonisten bewahrt. Roquentin erlebt nicht viel, er geht in die Bibliothek um zu schreiben und manchmal geht er spazieren. Sein einziger Kontakt ist ein Mann, den er „der Autodidakt“ nennt und der ebenfalls täglich in der Bibliothek ist. Zwei mal treffen die beiden Männer sich auch privat, wobei das zweite Treffen zu Roquentins erster großer Krise und einem Wendepunkt im Roman führt.

Das düstere, einsame Umherstreifen und die teils bewusst gewählte Einsamkeit haben mich an Pessoas Hilfsbuchhalter Soares erinnert. Roquentins Aufzeichnungen aber sind reduzierter, präziser und zielgerichteter. Auch in seinen theoretischen und philosophischen Texten fand ich Sartre meistens sehr straight und lesbar – was nicht heißt, dass ich immer alles verstanden hätte. Ich finde Sartre oft auch wirklich witzig und weiß nicht, ob das seine Intention war. Das schwierige an diesem Text ist nicht, ihn auf einer sprachlichen Eben zu verstehen, sondern die Konzepte dahinter zu erfassen. Ich bin nicht sicher, ob mir das lückenlos gelungen ist, ich glaube aber eigentlich nicht.

Der Ekel ist kein Buch, das man beim ersten Lesen einfach so versteht. Aber das macht auch nichts, es ist nämlich gut genug um es irgendwann nochmal zu lesen. Bis dahin kann man ein paar der Ideen im Hinterkopf ablegen und sehen, ob sie sich vielleicht entwickeln.


Jean-Paul Sartre: Der Ekel. Übersetzt von Uli Aumüller. 346 Seiten, € 9,99. 58. Auflage 2016. Erstveröffentlichung rowohlt 1982. Titel der Originalausgabe: La Nausée. Gallimard 1938.

Das Zitat stammt von S. 88.

Essen aus Büchern: Muffins aus Virginia Woolfs „Orlando“

Orlando erlebt im gleichnamigen Roman mehr als drei Jahrhunderte, darunter auch das 19., in dem Muffins besonders populär sind. Nicht die nette, fluffige Art Kuchen mit Blaubeeren und Schokolade,  sondern sehr vernünftiges, bodenständiges Brot, das aussieht wie das, was man hier als Toasties kaufen kann und vor allem zum Frühstück gegessen wird. Gegessen hab ich Muffins schon öfter und ich mag sie auch sehr gern, nur bin ich noch nie auf die Idee gekommen, selbst welche zu backen.

Der Name geht wohl auf das Französische „moufflet“, „weich“ zurück. Um Verwechslungen zu vermeiden wird die hier gebackene Variante außerhalb Großbritanniens oft auch als „English Muffin“ bezeichnet. Die deutlich süßeren und höheren Kuchen wurden in den USA entwickelt.

Zum Verzehr sei gesagt, dass man die Muffins offenbar nicht schneiden darf sondern mit einer Gabel oder mit den Fingern aufspaltet, was ich mein Leben lang falsch gemacht habe. Das Schneiden, so steht es im Oxford Companion to Food, macht die Muffins schwer, während die Gabel-Methode in Kombination mit Butter dazu führt, dass das Innere „wie eine Honigwabe“ wird, so zumindest versprach es Hannah Glasse 1747.

Orlando werden die Muffins serviert, als sie nach sehr langer Zeit erstmals wieder ihren Landsitz besucht und von der Haushälterin Mrs Bartholomew begeistert empfangen wird, die selbstverständlich Tee vorbereitet hat:

‚The muffins is keepin‘ ‚ot,‘ said Mrs Bartholomew, mopping up her tears, ‚in the liberry.‘

(Mrs Bartholomew hat einen sehr deutlichen Cockney-Akzent, die Muffins stehen in der Bibliothek.)

Die Muffins isst man am besten frisch und warm, man kann sie aber auch problemlos toasten, wenn man sie zu einem späteren Zeitpunkt essen will.

Besonders gefreut hat mich übrigens, dass ich mit diesem Rezept einem Kollegen helfen konnte, der nur die süße Variante kannte und sich seit Jahren fragte, warum William Shatner in seiner Autobiographie Muffins toastet.

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Für 8 Muffins braucht man:

  • 300 g Weizenmehl (und ein bisschen mehr für die Arbeitsfläche)
  • 20 g frische Hefe
  • 1 gehäufter TL Salz
  • 15 g Zucker
  • 15 g weiche Butter
  • 1 Ei Größe M
  • 170 ml Milch, Zimmertemperatur
  • Speiseöl
  • 15 g Grieß

Außerdem ein Ausstecher mit ca. 8 cm Durchmesser, ein Glas o.ä. dieser Größe tut es natürlich auch.

Mehl, Hefe, Zucker, Butter, das Ei und die Milch in eine Schüssel geben und etwas vermengen, erst dann das Salz zugeben. Anschließend zu einem glatten Teig verarbeiten. Das ist in diesem Fall eine ziemlich klebrige Angelegenheit. Eine Stunde abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, es hilft sehr, wenn man die Schüssel vorher mit etwas Öl leicht fettet. Am Ende sollte der Teig in etwa die doppelte Größe haben.

Auf einem Backblech oder einem großen Schneidebrett Backpapier auslegen und mit der Hälfte des Grieß bestreuen. Den Teig zu einer etwa 1,5 cm dicken Platte ausrollen und Kreise ausstechen. Was dabei übrig bleibt, vorsichtig zusammenfalten und erneut ausrollen, bis (fast) aller Teig verarbeitet ist. Die Muffins auf das Backpapier legen, die andere Hälfte Grieß darüber streuen und abgedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen.

In einer Pfanne ein wenig Öl auf sehr niedrige Temperatur erhitzen, ich habe Stufe 2 von 6 genommen. Die Muffins gehen in der Pfanne auch nochmal stark auf und wenn man eine zu hohe Hitze nimmt, läuft man Gefahr, dass man am Ende braune Muffins mit rohem Innenleben hat. Die Muffins in der Pfanne ausbacken. Das Rezept, das ich hatte, behauptet 5 Minuten pro Seite reichen, meine haben fast 10 pro Seite gebraucht. Am Ende sollten die Muffinsseiten braun sein und ein helles „Band“ in der Mitte des Muffins.

Die fertigen Muffins auf einem Gitter auskühlen lassen oder, viel besser, gleich essen. Ich will mich nicht selber loben, aber die Dinger sind so mega geworden, dass ich nie wieder Toasties kaufen kann. Pro-Tipp: aufreißen, Butter auf einer Hälfte verteilen und gleich wieder zuklappen und eine Minute warten. Dann schmilzt die Butter in den Teig und das Ergebnis ist unschlagbar.


Das Roman-Zitat stammt aus Virginia Woolf: Orlando. Canongate 2012. p. 194.

Alles Historische zum Muffin habe ich aus Alan Davidson: The Oxford Companion to Food, Oxford UP 1999. p. 517.

Chimamanda Ngozi Adichie: Purple Hibiscus

Eugene ist ein angesehenes Mitglied seiner Kirchengemeinde. Er ist streng gläubig, engagiert und unterstützt als reicher Unternehmer viele Stiftungen und Familien. In seinem nigerianischen Heimatdorf können viele Kinder nur dank seiner großzügigen Hilfe in die Schule gehen. Auch seine Tochter Kambili sieht zu ihm auf und bewundert ihn. Sie platzt vor Stolz, wenn andere positiv von ihrem Vater sprechen.

Obwohl sie weiß, wie er wirklich ist. Obwohl sie die dumpfen Schläge hinter verschlossenen Türen hört und das geschwollene, verfärbte Gesicht ihrer Mutter sieht. Obwohl ihr Vater ihre Füße mit kochendem Wasser übergießt, damit sie sieht, was passiert, wenn sie in Sünde geht. Eugene ist seiner Familie gegenüber ein grausamer Despot, der niemals daran zweifelt, im Recht zu sein.

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In einer völlig anderen Welt lebt Eugenes Schwester Ifeoma. Sie ist eine verwitwete Universitätsdozentin und hält sich und ihre Kinder gerade so über Wasser. Doch auch wenn es kein Gas zum Kochen gibt, ist ihr Haus voller Lachen und Freude. Ein paar Tage können Kambili und ihr Bruder Jaja dort leben und sehen, wie es auch sein kann, wenn nicht jeder Schritt strengsten Regeln unterworfen ist.

„That night, I dreamed that I was laughing, but it did not sound like my laughter, although I was not sure what my laughter sounded like.“

Mit 15 Jahren trägt Kambili dort das erste mal Hosen, hört nicht-christliche Musik, isst an einem Tisch mit Heiden und lacht, unglaublicherweise, das erste mal in ihrem Leben. Doch die Kontrolle durch den Vater ist übermächtig. Auch wenn viele Kilometer zwischen ihm und den Kindern liegen, können sie seinen Einfluss nicht abschütteln. Dennoch hilft die Zeit bei ihrer Tante den Kindern, sich in kleinen Schritten zu emanzipieren und die Entscheidungen des Vaters vorsichtig und langsam zu hinterfragen. Bei Jaja führt dies so weit, dass er an einem Palmsonntag nicht mehr mit in die Messe geht – dies führt zu einer Eskalation, die den Ausgangspunkt des Romans bildet.

Die Torturen, die Kambili und ihre gesamte Familie durchstehen müssen, sind enorm. Nicht nur wird der Vater regelmäßig gewalttätig gegen seine Familie, den Kindern ist es auch nicht möglich, normal aufzuwachsen. Die strenge Erziehung bewirkt, dass Kambili sich kaum etwas traut und vor Fremden kein Wort herausbringt. In der Schule gilt sie als eingebildeter Snob, der mit niemandem redet. Make-up, Hosen, Musik und Fernsehen sind verboten, was sie zu einer völligen Außenseiterin macht. Umso erstaunlicher und erschütternder ist es, wie ungebrochen Kambilis Liebe ist, wie sie immer zu ihrem Vater hält und darauf vertraut, dass er die richtigen Entscheidungen für sie treffen wird. Er wird entscheiden ob und was sie studiert und wen sie heiraten wird. Für Kambili ist das völlig klar. Die Geschichte ist aus ihrer Perspektive erzählt und in keinem Satz klagt sie über die Gewalttaten ihres Vaters. Nur manchmal fürchtet sie die Schmerzen, die sie in den nächsten Tagen zu erwarten hat. Aber wenn ihr Vater die Strafe für angemessen hält, dann wird es wohl so sein.

Während Eugene von seinen Kindern absoluten Gehorsam erwartet, weil er eben der Vater ist, verweigert er seinem eigenen Vater, Papa-Nnukwu, jeden Respekt. So lange er nicht von seinen heidnischen Göttern ablässt, darf er das Haus seines Sohnes nicht betreten und bekommt nur dann und wann ein paar Scheine von Eugenes Chauffeur zugesteckt. Auch Kambili und Jaja dürfen erst nach Intervention des Dorfes den Großvater für ein paar Minuten besuchen, dürfen ihn aber nicht berühren und in seinem heidnischen Haus nichts essen.

Diese grausame Familiengeschichte spielt sich ab vor dem Hintergrund der nigerianischen Militärdiktatur in den 90er Jahren. Nahezu jede Person im Roman ist von den Folgen des Regierungswechsels betroffen. Auch Kambilis Vater ist, trotz seiner beträchtlichen wirtschaftlichen Macht, Repressionen ausgesetzt, nachdem eine ihm gehörende Zeitung regierungskritische Texte veröffentlicht hat. Tante Ifeoma träumt davon, nach Amerika auszuwandern, wie so viele ihrer Kolleginnen es getan haben, nachdem die Universität sie schon seit Monaten nicht mehr bezahlt hat. Sie fürchtet, dass alle klugen Köpfe gehen werden und das Land denen überlassen, die die Militärdiktatur stützen.

Mit Purple Hibiscus hat Adichie einen beeindruckenden Roman geschaffen. Die Brutalität von Kambilis Situation findet ihren Ausdruck vor allem in der Subtilität, mit der sie geschildert wird. Ohne große Worte und ohne Pathos gelingt es der Autorin, einen kraftvollen und intensiven Text zu konstruieren, der unter die Haut geht. Es ist ein Roman über Fanatismus und über Nigeria und es ist auch ein Coming of Age-Roman inklusive ein bisschen erster Liebe. Und vor allem ist es ein sehr, sehr guter Roman.


Chimamanda Ngozi Adichie: Purple Hibiscus. Fourth Estate 2013. 307 Seiten, ca. € 11,-. Erstausgabe GB Fourth Estate 2004. Deutsche Übersetzung unter dem Titel Blauer Hibiskus lieferbar bei Fischer Taschenbuch. 334 Seiten, € 10,99.

Das Zitat stammt von S. 88

Dieser Beitrag ist Teil des Leseprojekts „Women’s Prize for Fiction„.

Baileys Prize for Women’s Fiction – Shortlist 2017

Heute wurde die Shortlist für den diesjährigen Baileys Prize veröffentlicht. Noch im Rennen sind:

Adebayo, Ayobami: Stay with me

Alderman, Naomi: The Power

Grant, Linda: The Dark Circle

Morgan, C.E.: The Sport of Kings

Riley, Gwendoline: First Love

Thien, Madeleine: Do Not Say We Have Nothing

Das ist tatsächlich eine völlig andere Liste als die, die ich mir gewünscht hätte und ich verstehe auch immer noch nicht, warum Ali Smith nicht auf der Liste ist, obwohl sie im relevanten Zeitraum was veröffentlicht hat.

Aber wir wollen nicht so sein, die Titel kommen natürlich trotzdem alle auf die Liste für das Leseprojekt. Verliehen wird der Preis in diesem Jahr am 07.06., zum letzten Mal übrigens unter Baileys-Sponsorship. Mal sehen, wie es danach mit dem Preis weitergeht. Nachdem die bisherigen Sponsoren anscheinend frauenaffine Produkte wie Telefonverträge und Sahnelikörchen vertrieben haben, fände ich ja jetzt mal nen Baumarkt gut, B&Q oder sowas. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Karan Mahajan: The Association of Small Bombs

1996 explodiert eine Bombe auf einem Marktplatz in Delhi. Es ist eine kleine Bombe, es werden nur 13 Personen getötet und 30 weitere verletzt. Verantwortlich zeigt sich eine islamische Organisation, die vor dem Hintergrund des Kaschmir-Konflikts handelt. Der Konflikt zwischen Hindus und der muslimischen Minderheit in Delhi ist für die Bewohner der Stadt nichts Ungewöhnliches, auch Sprengstoffattentate sind keine Seltenheit.

„And you know what happens when a bomb goes off? The truth about people comes out.“

Aber für das Ehepaar Khurana ändert sich mit dieser Explosion alles. Sie verlieren ihre beiden Teenager-Söhne Tushar und Nakul. Mansoor, ein enger Freund der beiden Jungen, wird schwer verletzt. Der Vorfall stellt das Verhältnis der Khuranas und den Eltern Mansoors auf eine harte Probe, denn Mansoor ist Moslem.

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Auch wenn er mit dem Leben davongekommen ist, hat Mansoor lange an den Folgen des Attentats zu leiden. Er hat Angst vor öffentlichen Plätzen und verlässt das Haus seiner Eltern kaum noch. Außerdem macht er sich schwere Vorwürfe, weil er im ersten Schock nach der Explosion einfach davongelaufen ist. Ihm war klar, dass seine Freunde nicht überlebt haben konnten, aber er hätte bei ihnen bleiben können, bis Hilfe kommt. Isoliert von der Außenwelt beschäftigt er sich viel mit seinem Computer und will schließlich Programmierer werden. Doch die Spätfolgen des Attentats hindern ihn auch daran, seine verletzten Handgelenke ertragen die starke Belastung nicht.

Eher zufällig gerät er in dieser Zeit in eine Gruppierung, die mit friedlichen Mitteln auf die schwierige Lage der muslimischen Bevölkerung aufmerksam machen will. In Mansoors Leben spielt Religion bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich gar keine Rolle, er betet nicht und versucht eher, seine Herkunft aus Furcht vor Diskriminierung zu verbergen. In dieser Gruppe aber trifft er Ayub, der sehr religiös ist und Mansoor überzeugen kann, dass der Glaube seine Schmerzen viel schneller wird heilen können als jede Wissenschaft. Unter seinem Einfluss wird Mansoor religiös, viel mehr als seine Eltern, und lehnt seine bisherigen Moralvorstellungen zunehmend ab.

Die Khuranas versuchen, den entscheidenden Bruch in ihrem Leben auf andere Art zu verarbeiten. Nach einer heftigen Ehekrise haben sie die „Association of Small Bombs“ ins Leben gerufen. Sie versuchen, den Verletzten und Hinterbliebenen von Bombenattentaten zu helfen. Denn, so ihre Erfahrung, anders als bei einem großen Unglück mit vielen Opfern ist man nach einem Zwischenfall mit so wenigen Toten ziemlich auf sich allein gestellt. Auch sechs Jahre nach dem Tod ihrer Söhne gibt es keine Verurteilungen und erst recht nicht die finanzielle Unterstützung, die ihnen zugesichert wurde.

Kurz gesagt erzählt der Roman von verschiedenen Wegen, mit Trauer umzugehen, von Gewalt und ihrer Rechtfertigung und von religiöser Radikalisierung. Das besondere dabei ist, dass beide Seiten gleichberechtigt dargestellt werden, die der „Opfer“ und die der „Täter“ bzw. ihrer Sympathisanten. Oft aber sind diese beiden Lager, wie in Mansoors Fall, gar nicht so leicht zu trennen. Darüber, wer juristisch schuldig ist oder nicht, entscheidet letzlich ein Gericht. Die moralische Schuld oder Unschuld aber ist eine völlig andere Frage, die Entscheidung darüber gänzlich subjektiv.

Als Idee klingt das sehr interessant, das Buch hat mich leider aber nicht überzeugt, schon gar nicht nach den vielen überschwänglichen Kritiken. An sehr vielen Stellen ist die Handlung zu vorhersehbar, vor allem Mansoors langsamer Weg von einem Jungen, für den Religion nur ein zufälliger Faktor seines Lebens ist zu einem überzeugten Moslem. Zudem bleibt der Roman sehr stark bei Mansoor bzw. der Gruppe, der er sich angeschlossen hat, und ist zu wenig bei den Khuranas. Dadurch wirkt ihre gesamte Entwicklung, ihre bröckelnde Beziehung und besonders ihre Trauerbewältigung fragmentarisch und nicht immer motiviert. Die beiden Erzählstränge, die eigentlich gleichberechtigt und gleich wichtig nebeneinander stehen, geraten dadurch aus dem Gleichgewicht.

Mahajans Roman behandelt zweifelsohne ein wichtiges und aktuelles Thema. Die Brillanz, die ihm häufig attestiert wird, sehe ich allerdings nicht, so wahnsinnig originell sind seine Ansätze dann auch nicht. In der literarischen Umsetzung dieser Ideen steuert er manchmal so stramm auf sein Ziel zu, dass die Entwicklung der Figuren dabei auf der Strecke bleibt.


Karan Mahajan: The Association of Small Bombs. Chatto & Windus 2016. 276 Seiten, ca. € 12,-.  Erstausgabe Viking 2016. Unter dem Titel In Gesellschaft kleiner Bomben erscheint der Roman in deutscher Übersetzung im Mai 2017 bei CulturBooks.

Das Zitat stammt von S. 223

Nadifa Mohamed: Black Mamba Boy

In Black Mamba Boy erzählt Nadifa Mohamed die Geschichte ihres Vaters. Jama wächst in Somaliland auf, sein Vater verlässt die Familie früh um im Sudan als Fahrer Geld zu verdienen. Als er nicht zurückkehrt, geht seine Mutter mit Jama nach Aden, um dort Arbeit zu finden.

„the place where you are born is not always the best place for you, boy.“

Sie stirbt jung und Jama, nun völlig auf sich allein gestellt, macht sich auf den beschwerlichen Weg in den Sudan, von dem er nicht genau weiß, wo er überhaupt ist, um seinen Vater zu finden. Das alles passiert in den 1930ern, als Abessinien gerade von italienischen Truppen angegriffen wurde. Jamas Weg in den Sudan führt mitten durch das umkämpfte Gebiet. Auch er arbeitet für die italienischen Besatzer und wird Teil ihrer Armee. Der Umgang der Europäer mit den Afrikanern, die für sie und an ihrer Seite kämpfen, widert ihn zunehmend an. Auch er selbst erfährt Erniedrigungen und Demütigungen durch Vorgesetzte, findet aber nicht den Mut, zu fliehen. Erst als er mit eigenen Augen das Opfer eines sinnlosen Gewaltexzesses sieht, desertiert er und gelangt nach Eritrea, wo er sesshaft zu werden scheint. Doch getreu seinem Motto „Das einzige, was ein ruhender Mann findet, ist der Tod“, findet er auch dort auf Dauer keine Ruhe und setzt seinen Weg fort.

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Peter Weiss: Die Ästhetik des Widerstands

Peter Weiss hat viel zu sagen über Die Ästhetik des Widerstands. Er beginnt im Pergamonmuseum in Berlin wo drei Männer den berühmten Altar betrachten. Es sind der für immer namenlos bleibende Erzähler und seine Freund Heilmann und Coppi. Sie alle stammen aus der Arbeiterschicht, sehen es aber als ihr Recht und auch ihre Pflicht, sich zu bilden, besonders in künstlerischen Fragen. Was sie stört an den meisten Kunstwerken ist die Perspektive, denn immer werden die Szenen aus Sicht der Herrschenden und Besitzenden dargestellt, auch wenn es die kleinen und ungebildeten Bildhauer waren, die die kunstvollen Arbeiten schließlich ausführten.

weiss_aesthetikdeswiderstandsDer Erzähler bleibt nicht mehr lange in Berlin. Der Roman beginnt in den 1930er Jahren und seine Eltern, beide tschechischer Herkunft, ziehen es vor, wieder in ihre Heimat zu gehen. Der Erzähler selbst schließt sich den internationalen Brigaden an und zieht in den Spanischen Bürgerkrieg. Von den eigentlichen Kampfhandlungen bekommt er aber nur wenig zu sehen. Er wird dem Arzt Hodann zur Seite gestellt und hilft bei der Versorgung der Verwundeten. Als der Krieg verloren ist, flieht er ins schwedische Exil, wo er bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bleibt.

Das Buch ist zusammengesetzt aus einzelnen Blöcken, die in der Länge sehr stark variieren und jeweils ein anderes Thema behandeln. Manchen Themen ist nur ein Block gewidmet, andere kehren immer wieder und einige künstlerische Motive tauchen über den ganzen Roman verteilt auf. Es ist auch weit weniger ein unterhaltsamer Roman als eine Reihe von Essays, die durch die Handlung verknüpft werden.Den Erzähler verliert man über einige Passagen fast vollständig, vor allem wenn im dritten Band die Situation in Berlin geschildert wird, der Erzähler aber noch in Schweden ist. Ich war fast erleichtert, als auf einmal wieder ein „ich“ im Text auftauchte. Besonders die Vielzahl der Namen nebst Decknamen macht es einem auch nicht immer leicht, den Überblick über das gesamte Personal zu behalten.

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Baileys Women’s Prize for Fiction – die Longlist 2017

Am Frauentag verkündet der Prize formerly known as the Orange die diesjährige Longlist. Das letzte mal übrigens als Baileys, der Sponsorenvertrag endet in diesem Jahr. Für mich ist es dieses mal natürlich besonders spannend, weil sechs davon Teil meines WPF-Leseprojekts werden.

Die Nominierten sind:

Adebayo, Ayombami: Stay with me

Alderman, Naomi: The Power

Atwood, Margaret: Hag-Seed
als Neuerzählung von „The Tempest“ Teil der Hogarth-Shakespeare Reihe. Möglicherweise ihre 4. Shortlist-Platzierung. Erscheint im April als Hexensaat auf deutsch bei KNAUS.

Flint, Emma: Little Deaths

Gaitskill, Mary: The Mare
auf deutsch als Die Stute bei Klett-Cotta

Grant, Linda: The Dark Circle
2000 Siegerin mit When I lived in Modern Times

Eimear McBride: The Lesser Bohemians
mit The Girl is a Half-Formed Thing Siegerin 2014

Melrose, Fiona: Midwinter

Morgan, C.E.: The Sport of Kings

Omotos, Yewande: The Woman Next Door
die Protagonistin hat meinen Namen, sollte mindestens auf die Shortlist; in deutscher Übersetzung unter dem Titel Die Frau nebenan bei Paul List

O’Neill, Heather: The Lonely Hearts Hotel
war auch schon mal auf der Shortlist

Perry, Sarah: The Essex Serpent

Proulx, Annie: Barksins
Chance auf die zweite Shortlist-Platzierung, das letzte Mal war allerdings 1997; auf deutsch als Aus hartem Holz beim Luchterhand Verlag

Riley, Gwendoline: First Love

Thien, Madeleine: Do Not Say We Have Nothing

Tremain, Rose: The Gustav Sonata
war schon zwei mal auf der Shortlist, auf deutsch unter dem Titel Und damit fing es an bei Insel erschienen.

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