Women’s Prize for Fiction – die Shortlist 2018

Wie jedes Jahr am Welttag des Buches wurde heute die Shortlist des diesjährigen Women’s Prize for Fiction veröffentlicht – sechs weitere Titel für mein wpf-Projekt.  Die Liste der Kandidatinnen verkürzt sich auf folgende Hoffnungsträgerinnen:

Jesmyn Ward: Sing, Unburied, Sing: Der Roman, an dem in den letzten Monaten kaum ein Weg vorbei ging, erzählt von den Geschwistern Jojo und Kayla, die bei ihren Großeltern aufwachsen, da ihre Mutter nicht in der Lage ist, sich um sie zu kümmern. Die Kindheit der beiden ist von Armut und Rassismus geprägt. Als ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen werden soll, machen Mutter und Kinder sich auf den Weg, um ihn abzuholen. Auf deutsch erschienen unter dem Titel Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt.

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Shakespeare neu erzählt – Hogarth Shakespeare

William Shakespeares Werk zählt zweifelsohne zu den Klassikern der Weltliteratur und irgendwas von ihm kennt jeder. Seit über 400 Jahren werden seine Stücke gespielt, übersetzt, gemalt, verfilmt, als Comic adaptiert und neu erzählt. Seit 2015 erscheinen nun die ersten Bände aus der Reihe „Hogarth Shakespeare“, die ich sehr spannend finde. In diesem Projekt werden Shakespares Dramen von bekannten AutorInnen neu erzählt. Die englischsprachigen Titel erscheinen bei Penguin, die deutschen Übersetzungen bei KNAUS. Bisher veröffentlicht oder in konkreter Planung sind folgende Titel (Daten der englischen Titel nach Crown Publishing):

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Support your local library

Bibliotheken, besonders Stadtbüchereien, haben oft ein etwas angestaubtes Image. Wenig attraktiv erscheinen diese Institutionen oft und manchmal fragt man sich, wer sie überhaupt noch benutzt, in Zeiten von Internet und eBooks. Und ob Kommunen sich das noch leisten können und sollen. Kürzungen von Etats mit allen unwillkommenen Folgen sind auch in Deutschland keine Seltenheit, in Großbritannien spielt sich derzeit aber eine ordentliche Bibliothekenkrise ab. 343 Bibliotheken, rechnet die BBC vor, wurden in den letzten sechs Jahren geschlossen. 111 weitere Schließungen sind für dieses Jahr geplant, betroffen sind sowohl mobile Angebote als auch klassische Leihbüchereien. Einige Orte, wie die Isle of Wight, trifft es besonders hart. Dort sollen 9 von 11 Bibliotheken geschlossen werden. Eine Karte verschafft einen Überblick über aktuelle Standorte und drohende Schließungen.

Viele NutzerInnen und ehrenamtliche HelferInnen, die vielerorts die einzigen sind, die den Betrieb noch am Laufen halten, wollen sich nicht damit abfinden. Die Carnegie Library in London wird derzeit besetzt, von AktivistInnen aus allen Altersgruppen, darunter auch viele Jugendliche. Einige Büchereien bekommen dabei auch prominenten Support von AutorInnen wie Val McDermid. Ihrer Ansicht nach ist das Bibliothekssterben vor allem für ländliche Regionen schwer aufzufangen, denn dort sind Büchereien oft nicht „nur“ zum Bücher ausleihen da, sondern auch ein sozialer Treffpunkt, manchmal der einzige im Dorf. Zudem ist es für die dortigen NutzerInnen oft nicht leicht, auf eine andere Bibliothek auszuweichen. Kritische Stimmen halten dagegen, dass die Kassen eben leer seien und man Abstriche machen müsse. Wenn nicht die Bibliotheken leiden, dann andere Stellen, an denen die Gelder möglicherweise dringender gebraucht werden. Nun hat ja jeder eine andere Ansicht von dringend und sinnvoll und ich sehe ein, dass Bücher nicht immer das wichtigste sein können. Dennoch freut es mich, wie viele Menschen sich von Büchern bewegen lassen.

Am allerbesten finde ich übrigens „hooternanny“ Wendy.

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Quelle: http://defendthe10-lambeth.org.uk

(Es gibt auch eine ganz charmante very cozy crime-Buchreihe, die von einer mobilen Bibliothek im ländlichen Nordirland handelt, der die Gelder gestrichen werden sollen, die Mobile Library Mystery-Reihe von Ian Sansom)

Baileys Women’s Prize for Fiction 2015

Der „Baileys Women’s Prize for Fiction“ ist einer meiner Lieblingspreise, weil er so einen blöden Namen hat. Angefangen hat er 2008 als „Orange Broadband Prize for Fiction“, wurde dann zum „Orange Prize for Fiction“ und dann, als keiner mehr Sponsor sein wollte, zum „Women’s Prize for Fiction“, bis sich Baileys erbarmt hat. In meinem Kopf bleibt es für immer der „Orange Prize“, ich kann Bücher auch leider nicht sehr ernst nehmen, wenn sie Sahne-Likörchen-Preise gewinnen.

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