Leipzig by the book

Viele von euch kennen Leipzig ja zumindest von Messe-Besuchen, ich kannte es noch nicht. Nun war es am letzten Wochenende das Ziel eines Kurztrips, den ich zusammen mit einer Freundin unternommen habe. Natürlich mit einer, die liest und erst bei der vierten Buchhandlung fragt, ob ich da sicher auch noch rein will.

Weil wir aus völlig verschiedenen Richtungen angereist sind, haben wir uns am Hauptbahnhof getroffen, wobei ich ein bisschen warten musste. Die Zeit habe ich ganz vortrefflich in der Buchhandlung Ludwig vertrödelt, die für eine Bahnhofsbuchhandlung wirklich außergewöhnlich schick und gut sortiert ist. Ein paar Stufen hinauf gibt es auch ein Café, das ich leider aus Platzmangel nicht ausprobieren konnte. Wahrscheinlich ist das aber ein gutes Zeichen.

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Deutsche Cover in fremden Landen

Am Sonntag ist ein Artikel erschienen bei Kulturgeschwätz, in dem es unter dem Titel „Das kleine bisschen Exotismus“ um die Cover von Büchern ging, die in anderen Kulturkreisen als den europäischen spielen und die entsetzlich klischeebeladen sind, innerlich wie äußerlich. Wir alle kennen das, Schirmakazie im Sonnenuntergang und so. Auch bei scroll.in ist eine ähnliche Auflistung zu finden. Und es sind grauenhafte Dinge dabei, wirklich. Kein Mensch braucht solche Cover.

Mir stellte sich beim Lesen allerdings auch die Frage, wie es eigentlich mit deutschen Büchern aussieht bzw. wie deren Cover im Ausland gestaltet werden. Also habe ich mir mal Cover angeguckt von Büchern, die deutschsprachig sind und in Übersetzung erscheinen bzw. von Büchern, die in Deutschland spielen und von nicht deutschsprachigen AutorInnen verfasst wurden.

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Lesen in Havanna

messe
Foto: Instituto Cubano del Libro

Zum 25. mal findet derzeit die Buchmesse in Havanna statt. Erstmals wird diese auch von Vertretern US-amerikanischer Verlage besucht, die über eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit sprechen möchten und traditionell werden auch die wichtigsten Neuheiten aus Deutschland an einem Gemeinschaftsstand präsentiert. Für die meisten KubanerInnen sind Bücher aus dem Ausland aber unerschwinglich – mit 500 Pesos entsprechen die Anschaffungskosten einem durchschnittlichen Monatsgehalt.

Die wichtigsten Zahlen zur Messe und dem Leseverhalten der KubanerInnen liefert das börsenblatt, die junge Welt gönnt der kubanischen Buchmesse gleich ein ganzes Online Spezial mit einigen sehr interessanten Artikeln über einen Buchmarkt, der mit dem deutschen nicht viel gemein hat.

Was ich noch zu Pirinçci sagen wollte

Viel Aufregung war in den letzten Tagen um Akif Pirinçci und seine Bücher, ausgelöst durch seine Rede am Montag. Sein neues Buch, Die große Verschwulung hätte vorgestern bei manuscriptum erscheinen sollen, seit heute ist es tatsächlich auch lieferbar. Zumindest beim Verlag, praktisch jeder andere Vertrieb hat sich ausgeklinkt. Bei amazon, thalia, libri und Co sucht man vergebens nach dem Titel. Auf die Bestsellerlisten wird es das Buch also wohl nicht schaffen, nachdem Deutschland von Sinnen sich im letzten Jahr wochenlang dort gehalten hat.

Seit die Random House-Gruppe am 20.10. angekündigt hat, alle seine Titel mit sofortiger Wirkung aus der Auslieferung zu nehmen, verschwinden auch Felidae und die anderen Bücher Pirinçcis aus immer mehr Katalogen.

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Frankfurter Buchmesse 2015 – Ehrengast Indonesien

Heute fällt der Startschuss für die Frankfurter Buchmesse, Gastland ist in diesem Jahr Indonesien mit dem Slogan „17.000 Inseln der Imagination„. Verglichen mit den letzten Jahren ist die Anzahl der Publikationen aus dem Gastland sehr gering. Letztes Jahr, als Finnland Ehrengast war, zauberte nahezu jeder Verlag irgendeinen Titel aus dem Hut und ein Plakat noch hinterher. Dieses Jahr fällt es den Verlagen merklich schwerer.

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