National Book Award Longlists 2017

Ein ganzer Tag ist vergangen, ohne dass ich etwas über einen Literaturpreis gesagt hätte. Das liegt aber nur daran, dass ich lieber einen längeren als zwei kurze Posts schreiben wollte, außerdem war ich gestern spät zu Hause. In den letzten Tagen wurden die Longlists für den National Book Award veröffentlicht. Für diesen Preis gibt es immer vier Listen, von denen ich hier nur zwei vorstelle – die anderen beiden sind Poetry und Young People’s Literature, deren Bedeutung ich nicht kleinreden will, von denen ich aber auch einfach keine Ahnung habe.

Schon im letzten Jahr standen auf der Longlist sehr viele Titel, die sich mit Rassismus in den USA befassten. Wenig überraschend scheint das Problem seitdem nicht kleiner geworden zu sein:

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National Book Awards – Longlist Fiction 2016

Wie versprochen kommt heute noch die Longlist Fiction hinterher:

Diese Sektion ist nicht so USA-lastig wie die Sachbuch-Liste. Über What Belongs To You habe ich letzens gelesen, dass es „the new American gay novel“ sei und The Portable Veblen kenne ich schon von der Shortlist des Baileys Women’s Prize for Fiction, über den Rest kann ich fast nichts sagen. Der Roman von Mahajan klingt aber so, als müsste ich ihn lesen. Soweit mir bekannt, ist bisher keiner der Titel übersetzt.

 

National Book Awards – Longlist Nonfiction 2016

Seit vorgestern werden die Longlists der diesjährigen National Book Awards veröffentlicht. Young People’s Literature war die erste, gefolgt von Poetry, beide von mir vernachlässigt, weil leider nicht gerade meine Spezialgebiete. Heute dann also Sachbuch, was ich auch vergleichsweise wenige lese, mich aber immerhin interessert:

  • Andrew J. Bacevich: America’s War for the Greater Middle East: A Military History
  • Patricia Bell-Scott: The Firebrand and the First Lady: Portrait of a Friendship: Pauli Murray, Eleanor Roosevelt, and the Struggle for Social Justice
  • Adam CohenImbeciles: The Supreme Court, American Eugenics, and the Sterilization of Carrie Buck
  • Arlie Russell Hochschild: Strangers in Their Own Land: Anger and Mourning on the American Right
  • Ibram X. Kendi:Stamped from the Beginning: The Definitive History of Racist Ideas in America
  • Viet Thanh Nguyen: Nothing Ever Dies: Vietnam and the Memory of War
  • Cathy O’Neil:Weapons of Math Destruction: How Big Data Increases Inequality and Threatens Democracy
  • Andrés Reséndez:The Other Slavery: The Uncovered Story of Indian Enslavement in America
  • Manisha Sinha:The Slave’s Cause: A History of Abolition
  • Heather Ann Thompson:Blood in the Water: The Attica Prison Uprising of 1971 and Its Legacy

Selbst für die National Book Awards ist das eine sehr USA-lastige Liste. In aller Regel findet sich auch noch was naturwissenschaftliches, das fehlt in diesem Jahr komplett. Ein paar Titel klingen aber spannend genug, dass ich sie mir mal genauer angucken muss.

Ich melde mich morgen nochmal mit der (für mich wirklich spannenden) Longlist Fiction.

Man Booker International Prize – Longlist 2016

Letztes Jahr hatte ich endlich und abschließend die Regeln des Man Booker International Prize verstanden, da wurden sie geändert.

Seit diesem Jahr gilt: Der Preis wird jedes Jahr verliehen, außerdem nicht mehr für das Gesamtwerk eines Autors oder einer Autorin, sondern für einen einzelnen Roman oder eine Sammlung von Kurzgeschichten. Das Werk muss in einer anderen Sprache als Englisch verfasst worden sein, aber in englischer Übersetzung in Großbritannien verlegt worden sein. Erstmal gibt es eine Longlist, die das klassische Man Booker Dozen von 13 Büchern umfasst und im April auf eine Shortlist von sechs Titeln verkürzt werden wird.

Alles klar? Hier ist die Liste inkl. ÜbersetzerInnen (Links führen zu den Autoren- bzw. Buchvorstellungen auf der Seite des Man Booker Prize):

José Eduardo Agualusa (Angola) Daniel Hahn, A General Theory of Oblivion (Harvill Secker)

Elena Ferrante (Italien) Ann Goldstein, The Story of the Lost Child (Europa Editions)

Han Kang (Südkorea) Deborah Smith, The Vegetarian (Portobello Books)

Maylis de Kerangal (Frankreich) Jessica Moore, Mend the Living (Maclehose Press); dt.: Die Lebenden reparieren, Suhrkamp

Eka Kurniawan (Indonesien) Labodalih Sembiring, Man Tiger (Verso Books); dt.: Tigermann, Ostasien Verlag

Yan Lianke (China) Carlos Rojas, The Four Books (Chatto & Windus)

Fiston Mwanza Mujila (Demokratische Republik Kongo/Österreich) Roland Glasser, Tram 83 (Jacaranda)

Raduan Nassar (Brasilien) Stefan Tobler, A Cup of Rage (Penguin Modern Classics); dt.: Ein Glas Wut, Suhrkamp

Marie NDiaye (Frankreich) Jordan Stump, Ladivine (Maclehose Press); dt.: Ladivine, Suhrkamp

Kenzaburō Ōe (Japan) Deborah Boliner Boem, Death by Water (Atlantic Books)

Aki Ollikainen (Finnland) Emily & Fleur Jeremiah, White Hunger (Peirene Press); dt.: Das Hungerjahr, Transit Verlag

Orhan Pamuk (Türkei) Ekin Oklap, A Strangeness in My Mind (Faber & Faber); dt.: Diese Fremdheit in mir, Hanser

Robert Seethaler (Österreich) Charlotte Collins, A Whole Life (Picador); dt.: Ein ganzes Leben, Hanser

Soweit mir bekannt, habe ich den Titel der deutschen Übersetzungen angegeben.

Mehr Infos wie immer auf der Seite des Man Booker International Prize 2016.

Baileys Women’s Prize for Fiction – Longlist 2016

Wann, wenn nicht am Internationalen Frauentag? Heute ist die Longlist des diesjährigen Baileys Women’s Prize for Fiction bekanntgegeben worden. Der Preis wird in jedem Jahr an eine Frau verliehen, die in englischer Sprache schreibt. Mit dabei sind einige bekannte und etablierte Autorinnen wie Anne Enright, Elizabeth Strout und Kate Atkinson. Elif Shafak sitzt dieses Jahr in der Jury und Hanya Yanagihara (A Little Life) kennt man schon von der Shortlist des Man Booker Prize. Aber elf der zwanzig nominierten Romane sind Debüts. Becky Chambers, die mit The Long Way to a Small, Angry Planet nominiert ist, sticht dabei besonders heraus. Sie hat ihren Science Fiction-Roman ursprünglich selbst verlegt und das Geld dafür bei kickstarter zusammengekratzt.

Alle Titel in Wort und Bild gibt es beim guardian, mehr Infos natürlich auch auf der Seite des Baileys Women’s Prize for Fiction. Die Shortlist wird am 11. April veröffentlicht.

Die Klickfauleren unter euch kriegen hier gleich die Liste, wo verfügbar, habe ich den Titel der deutschen Übersetzung angegeben:

  • Kate Atkinson: A God in Ruins (dt.: Glorreiche Zeiten)
  • Shirley Barrett: Rush Oh!
  • Cynthia Bond: Ruby
  • Geraldine Brooks: The Secret Chord
  • Becky Chambers: The Long Way to a Small, Angry Planet
  • Jackie Copleton: A Dictionary of Mutual Understanding
  • Rachel Elliott: Whispers Through a Megaphon (dt.: Flüstern mit Megaphon)
  • Anne Enright: The Green Road (dt.: Rosaleens Fest)
  • Petina Gappah: The Book of Memory
  • Vesna Goldsworthy: Gorsky (dt.: Gorsky)
  • Clio Gray: The Anatomist’s Dream
  • Melissa Harrison: At Hawthorn Time
  • Attica Locke: Pleasantville
  • Lisa McInerney: The Glorious Heresies
  • Elizabeth McKenzie: The Portable Veblen
  • Sara Nović: Girl at War
  • Julia Rochester: The House at the Edge of the World
  • Hannah Rothschild: The Improbability of Love
  • Elizabeth Strout: My Name is Lucy Barton
  • Hanya Yanagihara: A Little Life

In diesem Sinne – Step It Up for Gender Equality!