Alan Bennett: The Lady in the Van

alanbennett_theladyinthevan.jpg„For the first few years of her sojourn in the garden I would try and explain to mystified callers how this situation had arisen, but after a while I ceased to care, and when I didn’t mention it nor did anyone else.“

Alan Bennetts Bücher sind so britisch, wie Bücher sein können. Die skurrile Erzählung um Miss Shepherd bildet da keine Ausnahme.

Es ist die wahre Geschichte einer Frau, die in einem Lieferwagen in Alan Bennetts Straße im Londoner Viertel Camden Town lebte. Als er sich 1969 das erste mal mit ihr unterhält, lebt sie schon fast fünf Jahre in ihrem Van, betrachtet es aber noch immer als eine vorübergehende Lösung. Bennett begegnet Miss Shepherd auch vor der Bank, wo sie katholische Traktate über den Heiligen Franziskus vertreibt, der das Geld von sich geworfen habe. Die Bewohner von Haus Nr. 63, vor dem Miss Shepherd nun schon seit einigen Monaten lebt, erwirken eine Verfügung, die das dauerhafte Campieren in dem Wohnviertel untersagt. Von nun an findet Miss Shepherd keine Ruhe mehr. Betrunkene klopfen nachts an ihren Wagen oder werfen Flaschen dagegen und obwohl sie selbst den bedauernswerten Geschöpfen, die versehentlich zu viel getrunken haben, gerne verzeiht, fürchtet Alan Bennett um ihre Sicherheit und seinen ruhigen Schlaf. Also bietet er ihr an, für ein paar Tage, bis sich ein besserer Stellplatz oder eine andere Lösung gefunden hat, den Van in seinem kleinen Garten abzustellen. Es wird bis 1989 dauern.

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