Furchtlos dank Blutegel – „Angstfresser“ von Grit Poppe

Kyra, eine junge Frau, die in Berlin lebt, kriegt ihre Angstzustände einfach nicht in den Griff. Ein normales Leben ist für sie nicht möglich, solange sie nicht das Trauma aufarbeitet, das tief in ihr steckt. Nach Jahren mehr oder weniger erfolgloser Therapien trifft sie zufällig auf eine Frau, die verspricht, ihr mit Traditioneller Chinesischer Medizin helfen zu können. Sie hat einen Angstfresser, einen Hirudo Timor, der sich an Menschen fest- und ihre Angst aussaugt. Ein bisschen skeptisch aber bereitwillig lässt Kyra sich auf einen Therapieversuch ein, nicht ahnend, in welche Verstrickungen sie sich damit begibt.

Poppe - Angstfresser

Parallel zu ihrer wird die Geschichte von Hans erzählt, der 1986 aus der DDR geflohen ist. Er nutzte das Vertrauen der Tochter eines Freundes, die ihm half, die Mauer zu überwinden. Kaum auf der anderen Seite angekommen, trifft er eine Frau, in die er sich verliebt und mit der er einige Jahre zusammenlebt. Der Fall der Mauer jedoch und seine Unfähigkeit, damit umzugehen, setzen der Beziehung ein Ende.

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