Neue Wege gehen – „Gilgi, eine von uns“ von Irmgard Keun

Gisela Kron hat einen festen Plan für ihr Leben: Sie will arbeiten, es zu etwas bringen, sich bilden und reisen. Vorerst macht sie das alles unter dem Namen Gilgi, der passt viel besser zu ihr. Später, wenn sie gesetzter ist, will sie Gisela heißen. Sie arbeitet als „Maschinenmädchen“ in einem Unternehmen und tippt den ganzen Tag Briefe über Strumpfwaren und Trikotagen en gros. Abends lernt sie in der Berlitz School Fremdsprachen, denn wer vorwärts kommen will, darf sich nicht ausruhen. Das hat Gilgi mit ihren 20 Jahren schon gut verstanden. An ihrem 21. Geburtstag jedoch erfährt sie vom grundsoliden Ehepaar Kron, dass sie nicht ihre Tochter ist, sondern adoptiert wurde. Gilgi zweifelt an der Beziehung zu ihren Eltern, erst recht, als sie herausfindet, dass auch Frau Täschner, eine bitterarme Schneiderin, die sie zur Adoption freigegeben hat, nicht ihre biologische Mutter ist.

Halt findet sie bei Martin, einem in den Tag lebenden Bohemien, der plötzlich ihre ganze Welt auf den Kopf stellt. Bisher hat Gilgi sich immer geweigert, dieses ganze Verliebtsein so ernst zu nehmen. Anderes war ihr wichtiger, ihre Freiheit, ihr eigenes Auskommen, Freundschaften. Nun wünscht Martin sich, dass sie weniger Zeit bei der Arbeit und mehr mit ihm verbringt und so nach und nach fällt es Gilgi immer leichter, morgens einfach liegen zu bleiben. Man kommt auch so ganz gut über die Runden. Doch ein kleiner Zweifel bleibt und nagt hartnäckig an Gilgi. Was ist nur aus ihren Idealen geworden? Will man die für einen dahergelaufenen Schriftsteller über Bord werfen?

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Ein uralter Kampf – „Adas Raum“ von Sharon Dodua Otoo

Ada, Protagonistin in Sharon Dodua Otoos Debüt-Roman Adas Raum erfährt so viele Repressionen auf so vielen Ebenen, dass dafür ein Leben gar nicht reicht. Deshalb muss sie gleich vier mal leben: 1459 in Totope an der Westküste Afrikas, wo sie und ihre Familie erste Begegnungen mit portugiesischen Seefahren haben. 1848 als Ada Lovelace, damals verlachte Vorreiterin heute unverzichtbarer Rechenwege. 1945 als Inhaftierte im KZ Buchenwald, wo sie zum Einsatz im Lagerbordell gezwungen wird. Und schließlich als junge Britin ghanaischer Herkunft, die hochschwanger und zunehmend verzweifelt in Berlin eine Wohnung sucht, während ihr der Brexit im Nacken sitzt und ihre Aufenthaltserlaubnis wanken lässt.

Zusammengehalten werden diese vier Leben nicht nur durch einen Vornamen, sondern auch durch niemand geringeren als Gott, die manchmal auch ein er ist, eine behütende, aber zurückhaltende Instanz, die sich eines weiteren guten Geistes bedient, um Adas Leben im Blick zu behalten. Dieser gute Geist begleitet Ada in Form von Gegenständen auf ihren Wegen durch die Geschichte, stets hoffend, das nächste mal als Mensch inkarniert zu werden und nicht mehr als Türklopfer oder Frühstücksei. Er ist es, der die Erzählung übernimmt, immer ganz nah an Ada und bemüht, Schaden von ihr abzuwenden. Gar nicht leicht, wenn man nur ein alter Besen ist.

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Selbstsuche in der Kleinstadt – „The Short History of a Prince“ von Jane Hamilton

Walters Zeit als Prinz währt kurz. Als Teenager ist er ein nicht sehr vielversprechendes Ballett-Talent. Für eine Nebenrolle im „Nussknacker“ in seiner Heimatstadt Chicago reicht es nicht, dafür darf er in einem Provinz-Theater gleich die Rolle des Prinzen tanzen. Die Inszenierung ist so schlecht, dass es ihm sogar peinlich ist, dass seine Familie zur Aufführung kommen will. Seine bescheidene Ballett-Karriere kriegt mit dieser Blamage eine deutliche Bruchstelle. Ohnehin ist es eine schwierige Zeit für ihn und seine Familie. Sein Bruder Daniel ist an Krebs erkrankt, der sich langsam als unheilbar entpuppt und Walter ist verwirrt angesichts seiner Gefühle für Ballett-Freund Mitch. Trost und Ruhe findet die Familie im Anwesen an Lake Margaret, das seit Generationen in Familienbesitz und mittlerweile ein Vermögen wert ist. Es ist der Anlaufpunkt für alle Familienfeiern, lange Sommerwochen und Ruhepol für alle, die einen brauchen.

Knapp 25 Jahre später steht die Zukunft des Hauses auf dem Spiel: Tante Sue, Mehrheitseignerin des Anwesens, will verkaufen. Ihr ist es egal, ob an ein Familienmitglied oder irgendeinen Fremden, oder zumindest behauptet sie das. Walter kann da nicht helfen, als Lehrer in einer Kleinstadt verdient er gerade genug, um die Miete für ein karg möbliertes Appartement aufzubringen. Das ist auch nicht sein einziges Problem. Mitte der 90er-Jahre sieht er kaum eine Möglichkeit, in eben dieser Kleinstadt offen homosexuell zu leben, von seiner mangelnden Beziehungsfähigkeit mal ganz abgesehen. Auch an seiner Befähigung als Lehrer zweifelt er fortwährend, da er sich außer Stande sieht, jedes Jahr eine andere Klasse voll schwerfälliger Teenager für die Feinheiten und Möglichkeiten der Literatur zu begeistern.

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Was auf den Überlebenden lastet – „Fugitive Pieces“ von Anne Michaels

Jakob Beer, Kind polnischer Juden, ist im Alter von sieben noch so klein und schmächtig, dass er sich problemlos in einem Schrank verstecken kann. Von dort aus wird er Zeuge, wie seine Eltern von Wehrmachts-Soldaten ermordet werden und seine ältere Schwester Bella verschleppt wird. Tagelang stolpert er durch den Wald, bis er Athos in die Arme läuft, einem griechischen Archäologen, der das prähistorische Dorf Biskupin ausgräbt. Er wird sein Retter und Ziehvater. Jakob wächst bei Athos auf der Insel Zakynthos auf, lernt Griechisch, Englisch und die Grundlagen der Geographie und hofft Jahr um Jahr, irgendwo eine Spur seiner Schwester zu finden, die vielleicht doch überlebt haben könnte.

„While I was living with Athos on Zakynthos, learning Greek and English, learning geology, geography, and poetry, Jews were filling the corners and crakcs of Europe, every available space. They buried themselves in strange graves, any space that would fir their bodies, absorbing more room than war allotted them in the world.“

Auch in späteren Jahren, bis weit in sein Erwachsenenalter hinein, will Jakob sich kaum an die Jahre seiner Kindheit erinnern, an die Fassungslosigkeit und die Verzweiflung seiner Eltern. Lieber stürzt er sich in die Geschichte, befasst sich mit lange verschwunden Kulturen, als die eigene Vergangenheit anzurühren. Er findet Ausdruck und Trost in der Poesie und wird ein anerkannter und bekannter Lyriker. Doch seine Vergangenheit kommt ihm immer wieder dazwischen, die nicht bewältigbare Trauer um seine verlorene Schwester zerstört sogar eine langjährige Beziehung.

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Die Königin muss Federn lassen – „Ameisenmonarchie“ von Romina Pleschko

Magdalena hat ihr Refugium gefunden, in der obersten Etage eines Wieners Hauses. Seit Jahren hat sie die Wohnung nicht verlassen, an manchen Tagen nicht einmal das Bett. An guten Tagen schwebt sie in ihrem federbesetzten Morgenmantel (sehr teuer, aus England) durch die Wohnung und frönt ihrer einzigen Leidenschaft, der Salami. Sie ernährt sich von praktisch nichts anderem. Doch seit neustem wird ihr Leben unbequem. Ständig pieksen sie Federn ihres Morgenmantels und zudem muss sie entdecken, dass ihr Gatte Herb Senior seit Jahren heimlich Beruhigungsmittel in ihre geliebte Salami mischt. Erst ist sie entrüstet, dann aber auch wieder ganz froh. Ohne Beruhigungsmittel kann sie ihren öden Mann kaum ertragen. Dabei hatte sie mal große Pläne, war begeisterte Malerin und studierte Architektur. Und nun? Endstation Arztgattin.

Magdalena war davon überzeugt, ein Aneurysma im Gehirn zu haben, das sofort platzen würde, sollte sie jemals einen Gedanken wirklich zu Ende denken.

S. 135

Herb Senior hat derweil mit seinem Sohn Herb Junior zu kämpfen, der die gynäkologische Praxis des Vaters übernehmen soll, aber weder am Beruf noch an Vaginen irgendein Interesse hat. Generell interessieren Frauen ihn wenig, ihre Weichheit irritiert ihn. Er ist gerade viel zu beschäftigt mit einem Nationalratsabgeordneten der eigentlich unwählbaren Partei, den er im Fahrstuhl kennengelernt hat. Die beiden leben im gleichen Haus wie Herb Senior und Magdalena, komplettiert wird das Personen-Ensemble durch eine Kosmetik-Verkäuferin mit großen Ambitionen und einen Ex-Fotografen mit Verunsicherungs-Fetisch.

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Mörderische Geheimnisse – „Heilige und andere Tote“ von Jess Kidd

Cathal Flood macht es sich und anderen nicht leicht. Ein Mann von beeindruckender Statur und – wenn er will – charmantem Auftreten war er einst ein begnadeter Künstler. Nun lebt er alleine in seinem großzügigen Anwesen Bridlemere im Westen Londons, das vor lauter Krempel aus allen Nähten platzt. Im Garten stapelt sich der Schrott, im Erdgeschoss kann man kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen und das Obergeschoss kann man gar nicht erst betreten, weil eine gigantische Wand alter National Geographic-Ausgaben den Zugang blockiert.

In dieses Chaos marschiert nun Maud. Sie ist damit beauftragt, den alten Mann und sein Haus auf Vordermann zu bringen. Keine ungefährliche Aufgabe – den letzten, der das versucht hat, hat Cathal mit einem Hurling-Schläger in die Flucht geschlagen. Doch Maud ist nicht gewillt, so schnell aufzugeben. Und sie hat sich Unterstützung mitgebracht: Maud weiß sich in der Gesellschaft von Heiligen. Sie warten auf sie an der Bushaltestelle, sitzen mit am Küchentisch, haben immer die besten Ratschläge parat und warnen, wenn Gefahr droht. Maud kennt sie alle und hat so Unterstützung in jeder denkbaren Lebenslage. Und wo die Heiligen nicht helfen können, gibt es ihre Nachbarin und Freundin Renata. Die hat zwar seit etlichen Jahren das Haus nicht mehr verlassen, weiß sich und Maud aber trotzdem aus jeder Patsche zu helfen und hat dank jahrelangem Krimi-Konsum eine ausgeprägte Spürnase. Die wird sie auch brauchen, denn Maud beginnt schnell zu ahnen, dass sich hinter Cathals schroffer Fassade nicht etwa ein weicher Kern, sondern ein kaltblütiger Mörder verbirgt. Sie hat ihn im Verdacht, nicht nur seine Frau umgebracht zu haben, sondern auch ein Mädchen, das vor Jahrzehnten vermisst gemeldet wurde und nie wieder aufgetaucht ist.

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Zum Schweigen gebracht – „Do Not Say We Have Nothing“ von Madeleine Thien

Li-ling, Tochter chinesischer Einwanderer, lebt mit ihrer Mutter in Vancouver. Ihr Vater hat sich 1989 bei einer Reise nach Hongkong vom Dach eines Hauses gestürzt. Den Schmerz kann Li-ling ihm nicht verzeihen. Nur wenig später taucht Ai-Ming in Vancouver auf. Sie ist die Tochter einer Familie, mit der Li-lings Vater eine lange Verbindung hatte und muss China wegen ihrer Beteiligung an Protesten auf dem Tiananmen-Patz verlassen. Während Li-ling fast völlig ahnungslos ist, warum ihre Eltern China verlassen haben, weiß Ai-Ming eine Menge darüber und erzählt ihr eine lange Geschichte über tiefe Freundschaften, die Liebe zur Musik und die Folgen der Kulturrevolution.

Die Verbindung von Ai-Ming und Li-ling besteht vor allem über ihre Väter, die in Shanghai gemeinsam am Konservatorium gearbeitet und studiert haben, bis die Kulturrevolution die Karriere der beiden beendete. Ai-Mings Vater Sparrow, einen Komponisten, traf es dabei härter. Er konnte sich mit der neuen Linie nicht anfreunden, wollte nicht abrücken von seinen großen Vorbildern in der klassischen Musik zugunsten einer volksnäheren Musik. Statt an seinen Kompositionen zu arbeiten, endet er in einer Fabrik, in der er die Einzelteile von Radios verlötet. Und damit kommt er noch glimpflich davon – etliche in seiner Familie landen als Rechtsabweichler in Arbeitslagern und kommen gar nicht oder als gebrochene Menschen zurück.

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Augen zu und durch – „Milkman“ von Anna Burns

Milkman ist überhaupt kein Milchmann. Noch nie hat ihn jemand im Viertel Milch verkaufen sehen und warum er so heißt, weiß niemand mehr. Unbestritten aber ist seine Rolle: er ist einer der wichtigsten Paramilitärs der Stadt, seine Augen und Ohren sind überall. Kein Wunder, dass der namenlosen Erzählerin des Romans Angst und Bange wird, als er plötzlich auf sie aufmerksam wird. Aufmerksamkeit ist das letzte, was sie in ihrem Leben brauchen kann.

Die Erzählerin wächst auf in einer nordirischen Stadt, inmitten des Nordirlandkonflikts. Beinahe alle außerhalb ihres streng katholischen Viertels sind Feinde. Diejenigen, die auf der falschen Seite der Straße leben, in der falschen Hälfte der Stadt und erst recht diejenigen, die jenseits der Grenze leben und sich weigern, Nordirland freizugeben. In jeder Familie gibt es mindestens einen Mann, einen Sohn oder einen Bruder, der bei Kämpfen getötet wurde. In manchen sind es fast alle. Nicht-politische Handlungen und Aussagen gibt es nicht in diesem Klima. Namen sind politisch, Autos sind politisch, Beziehungen sind politisch, Bücher sind politisch, Religion ist politisch. Politik ist alles, was zählt.

„So the Hollywood phenomenon of sexual prowling would have been overshadowed, as everything here was overshawdowed, by the main topic of conversation in this place.“

S. 183

Mit ihrem unguten Gefühl gegenüber Milkman ist die Erzählerin völlig allein. Er macht ja nichts. Sexualstraftaten werden von den de facto regierenden Paramilitärs des Viertels streng geahndet, aber was soll man Milkman denn vorwerfen? Er hält die Erzählerin auf dem Heimweg auf und bietet ihr an, sie nach Hause zu fahren. Er läuft auf einmal neben ihr, als sie im Park joggt. Er lauert ihr nach dem Französisch-Unterricht auf und bietet ihr wieder an, sie nach Hause zu fahren. Er lässt fallen, wie schade es wäre, würde ihr Freund von einer Autobombe getötet. Das alles verunsichert sie zutiefst, ist ja aber keine Straftat. Zur Ablenkung steckt sie weiter ihre Nase in Bücher, die spätestens im 19. Jahrhundert spielen, weil sie das 20. furchtbar findet und versucht, alles um sie herum auszublenden so gut es eben geht. Selbst auf dem Heimweg nimmt sie die Augen nicht von den Seiten und lenkt sich so von der Zerstörung und Gewalt um sie herum ab. In ihrer Nachbarschaft gilt sie schon deshalb als seltsam. Milkmans Avancen erregen noch mehr unerwünschte Aufmerksamkeit. Als zukünftige Geliebte eines wichtigen Paramilitärs, denn das gilt als ausgemacht, zieht sie jetzt schon Missgunst und Neid auf sich. Für die Erzählerin gilt das keinesfalls als ausgemacht, sie möchte viel lieber mit ihrem Vielleicht-Freund zusammenziehen. Aber bald muss sie sich eingestehen, dass sie eigentlich überhaupt keine Wahl hat.

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Die unerträgliche Banalität des Seins – „Die Idiotin“ von Elif Batuman

Als Selin das erste Mal die heiligen Hallen von Harvard betritt, ist sie völlig überfordert. Hier anstellen, da anstellen, hier eine Mail-Adresse zugeteilt bekommen, dort für Kurse einschreiben. Beistand findet sie bei ihren Mitbewohnerinnen Hannah, die sie mehr mag und Angela, die sie weniger mag. Sie belegt Kurse in Linguistik, darstellender Kunst und Russisch, wo sich alle russische Namen aussuchen müssen, außer Svetlana und Ivan, dem ungarischen Mathematik-Studenten, in den Selin sich sofort und unglücklich verliebt. Sie schreibt Mails im Computer-Labor, findet spannende Ähnlichkeiten zwischen Ungarisch und Türkisch, isst in der Cafeteria und grübelt über der Sapir-Whorf-Hypothese. Und daraus besteht der gesamte erste Teil des Romans.

„Ich wusste nicht, wie man in eine andere Stadt zog oder Sex hatte oder einen richtigen Job oder wie ich jemanden dazu bringen sollte, sich in mich zu verlieben, oder wie ich etwas lernen sollte, das nicht nur meiner persönlichen Weiterentwicklung diente.“

S. 339/347

Im zweiten Teil reist sie immerhin mit Svetlana aus dem Russisch-Kurs nach Paris, wo sie in der Wohnung einer offenbar reichen Tante Svetlanas direkt gegenüber dem Musée d’Orsay wohnen und an der Seine joggen gehen. Montmartre ist ihr zu aufregend. Im weiteren Verlauf des Sommers reist Selin nach Ungarn, weil Ivan es auch tut. Damit das weniger auffällt, nimmt sie an einem Programm teil, im Rahmen dessen sie Englischunterricht für die Landbevölkerung geben soll. Dieser Teil des Romans, in dem Selin viele und sehr unterschiedliche Kontakte knüpft, und skurrile Situationen erlebt, ist alles, was den Roman aus der völligen Bedeutungslosigkeit rettet. 

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Women’s Prize for Fiction – Longlist 2021

Gestern Abend wurde die Longlist des diesjährigen Women’s Prize for Fiction veröffentlicht. Auch, wenn die Titel kein Teil meines Leseprojekts mehr sein werden, will ich sie euch trotzdem nicht vorenthalten. Auf der Liste stehen viele Unbekannte, darunter auch einige Debütantinnen, aber auch Dauerbrennerin Ali Smith hat es mit dem letzten Teil ihrer Jahreszeiten-Reihe geschafft, neben einigen anderen bekannten Namen. Die Übersetzungslage ist wie immer bei Erscheinen der Longlist ausgesprochen dünn – nach Bekanntgabe der Shortlist und Siegerinnenehrung ergänze ich hier nochmal.

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