Auf dem Weg zu einer neuen Menschheit – „Maddaddam“ von Margaret Atwood

Mit Maddaddam beendet Margaret Atwood ihre dystopische Trilogie, die sich mit den Folgen einer verheerenden Seuche befasst, die fast die gesamte Menschheit ausgerottet hat. Dieser Band konzentriert sich auf Toby, Zeb und einige andere ehemalige Gardener, denen es vor allem dank kluger Vorratshaltung und strikter Hygienregeln gelungen ist, einigermaßen unbeschadet durch die Seuche zu kommen. An den Rändern einer zerstörten Stadt haben sie nun Zuflucht gefunden in einem verlassenen Haus und versuchen, ihr Überleben auch weiterhin mit Gemüseanbau und Waffengewalt zu sichern.

Dabei haben sie Gesellschaft von einer Gruppe Craker, jenen perfekten Menschen, die Crake geschaffen hat, um die Welt nach der Seuche neu zu bevölkern. Sie sind zwar überirdisch schön, allerdings auch von begrenztem Verstand und grenzenlos naiv, was ihre Mitbewohner einiges an Nerven kostet. Erschwerend hinzu kommt, dass irgendwo in den Wäldern noch Reste der fiesen Killer-Brigade lauern, mit denen Toby und ihre Wegbegleiterinnen schon im Vorgängerband zu tun hatte. Der unerbittliche Überlebenskampf nach der „wasserlosen Flut“ geht also weiter.

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