Barbara Tuchman: Der ferne Spiegel

spiegel„Aber auch wenn die Straßen das Reich der Gesetzlosen sind und Überfälle zum Alltag gehören, ist das normale Leben unvergänglich wie Unkraut.“

Der ferne Spiegel ist erstmals 1980 in Deutschland verlegt worden und war auch 2010 offenbar noch populär genug, um bei Pantheon erneut zu erscheinen – ein moderner Klassiker der populären Geschichtssschreibung. Die Autorin legt ein Gesamtbild des 14. Jahrhunderts vor mit Fokus auf das heutige Frankreich. Sie folgt dem Leben von Enguerrand de Coucy VII, einem Ritter aus der Picardie, der von 1339 bis 1397 lebte.

Das Jahrhundert, in dem er lebte, war ein sehr bewegtes. Neben dem Hundertjährigen Krieg tobte ein erbitterter Streit um die Frage, wer der legitime Papst sei, es wurden Kreuzzüge geführt und die Pest forderte in mehreren Wellen ihre Opfer. Und zwischen all dem gab es natürlich immer noch das ganz normale Leben der gemeinen Bevölkerung.

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