Kate Young: The Little Library Cookbook

Wir alle wissen, dass Essen aus Büchern meine erklärte Lieblings-Kategorie ist. Einige wissen auch, dass ich die Idee nur geklaut habe und zwar von der großartigen Kate Young. Kate Young ist eine Australierin, die seit fast einem Jahrzehnt in London lebt und unter anderem für den Guardian schreibt. Dort bin ich vor einigen Jahren auf ihre Kolumne „The Little Library Café“ gestoßen. Etwa alle vierzehn Tage erscheinen in dieser Reihe Rezepte aus und zu Romanen. Unter gleichem Namen betreibt Young einen Blog mit umwerfenden Fotos. Und nun ist endlich auch das Kochbuch zu dieser ganzen großartigen Geschichte erschienen.

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Auf 300 Seiten stellt Kate Young hundert Rezepte aus verschiedensten Romanen vor. Der Schwerpunkt liegt, wenig verwunderlich, sehr deutlich auf der angelsächsischen bzw. anglophonen Literatur. Die Ausnahmen kann man beinahe an einer Hand abzählen. Unterteilt sind die Rezepte nicht nach literarischen Gesichtspunkten (wie bei Yummy Books) sondern praxisbezogen nach den Tageszeiten before, around und after noon, dinner table, midnight feasts und celebrations, wobei bei letzteren Weihnachten nochmal ein ganz eigenes Kapitel bekommt. Wie auch in ihrem Blog sind die Bilder in diesem Buch wirklich toll, wenn auch nicht jedes Rezept eines bekommen hat. Sehr nützlich sind die Step-by-Step-Fotoanleitungen, welche die komplizierteren Rezepte bebildern.

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Cara Nicoletti: Yummy Books!

Schon seit einem halben Jahr liegt hier ein Leseexemplar von Suhrkamp – es ist ein Kochbuch und eigentlich schreibe ich hier nichts über Kochbücher, obwohl ich dazu dezidierte Ansichten habe. Für Yummy Books! mache ich eine Ausnahme, denn das Buch führt, passend zu meiner Reihe „Essen aus Büchern“, „in 50 Rezepten durch die Weltliteratur“.

YummyBooks.jpgCara Nicoletti ist Metzgerin, Konditorin und Bloggerin. Seit einigen Jahren schon betreibt sie den lesenswerten Blog Yummy Books, auf dem sie Rezepte aus Büchern vorstellt. Ich kannte diesen Blog tatsächlich noch nicht und freue mich, ihn dank dieses Buchs nun entdeckt zu haben.

Die Autorin versucht, eine emotionale Verbindung zwischen Büchern und Essen herzustellen und zu erklären. So lautet auch der erste Satz des Klappentexts „Soulfood für Lesehungrige“. Gegliedert ist das Buch in die Kapitel „Kindheit“, „Jugend und Studium“ und „Erwachsenenalter“. Jedem Rezept ist eine Geschichte vorangestellt, in der Nicoletti beschreibt, welche Bedeutung das jeweilige Gericht bzw. der entsprechende Roman für sie hat. Die Rezepte an sich sind sehr schlicht gehalten, wie auch das gesamte Buch nicht in der gewohnten Kochbuch-Form ist. Bilder gibt es nur zu sehr wenigen Rezepten und nicht immer zeigen diese das fertige Gericht. Kochen kann man das alles natürlich auch so, aber Nicoletti hat auf ihrem Blog ein paar wirklich schöne Bilder und mir ist nicht klar, warum man im Buch darauf verzichtet.

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