Frank Witzel: Revolution und Heimarbeit

revolutionundheimarbeit„Oft ist es so, daß man das Schreckliche, das in einem selbst rumort, überhaupt nur äußern kann, wenn man es verkleidet, verändert, oder eben einer, oder mehreren Personen als deren Aussage unterschiebt.“

Ein deutscher Journalist reist nach Arlington in der Nähe von Washington, wo er ein Verbrechen aufklären will. Sein Schwager hat ihn auf diese Spur gebracht und hat auch den Kontakt zu seinem Bekannten Snake hergestellt, einem jungen Mann, der ursprünglich aus Deutschland stammt, nun aber schon seit vielen Jahren in den USA lebt. Der Journalist hat sein letztes Geld ausgegeben für den Flug in die USA und ein neues Aufnahmegerät, mit dessen Kopfhörern er aber schlecht zurechtkommt, was, wie er gleich zu Beginn anmerkt, zu Fehlern in seiner Arbeit geführt haben könnte. Nicht immer sei ihm gleich aufgefallen, wenn Aussagen seiner Interviewpartner merkwürdig oder undeutlich waren. Tatsächlich scheinen die Interviews, die er alle in seinen Bericht eingefügt hat, auf den ersten Blick oft nichts mit dem Kriminalfall zu tun zu haben. Überhaupt ist es schwer, herauszufinden, worum es bei diesem Verbrechen gehen soll.

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