Das lange Warten auf den Henker – „Das Seelenhaus“ von Hannah Kent

1829 wird in Island die Magd Agnes Magnúsdóttir zum Tode verurteilt. Zusammen mit einer weiteren Hausangestellten und einem Nachbarn soll sie ihren Dienstherren Natan Ketilsson sowie einen Gast im Schlaf ermordet haben. Anschließend sollen sie gemeinschaftlich das Haus angezündet haben, um die Tat zu vertuschen. Als Motiv wird Habgier und Eifersucht angenommen. Statt sie zur Hinrichtung nach Reykjavik zu transportieren, soll das Urteil in dem Tal Islands vollstreckt werden, in dem Agnes fast ihr ganzes Leben verbracht hat. Da es dort keine Gefängnisse oder ähnliches gibt, wird sie bei einer Torfbauern-Familie untergebracht, die davon alles andere als begeistert ist und fürchtet, als nächstes von der kaltblütigen Mörderin gemeuchelt zu werden.

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