Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße

Der namenlose Erzähler wächst auf als unglückliches Kind reicher Eltern in einer sehr ländlichen Gegend in England. Er ist in in etwa sieben Jahre alt, als die Geschichte beginnt. Eines abends taucht ein Opalschürfer aus Südafrika im Haus seiner Eltern auf, überfährt bei der Ankunft das geliebte Kätzchen des Erzählers und stiehlt im Verlauf der Nacht das Auto des Vaters um am Ende der Landstraße darin Selbstmord zu begehen.

Bei dieser Gelegenheit lernt der Erzähler die elfjährige Lettie kennen. Sie wohnt mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter auf einem Hof ganz am Ende dieser Straße. Dem Erzähler zeigt sie das größte Wunder auf ihrem Grundstück: einen ganzen Ozean, der auf den ersten Blick nur ein Ententeich zu sein scheint. Aber Lettie behauptet, über diesen Ozean erreiche man andere Welten und auch sie sei eines Tages über dieses Wasser gekommen. Die drei Frauen scheinen weit mehr zu sein als einfache Bäuerinnen. Sie haben ganz besondere Fähigkeiten und wissen von mysteriösen Dingen, die weit über das hinausgehen, was der Erzähler für möglich hält.

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Er wird hineingezogen in ein unglaubliches Abenteuer und schon bald muss er sich mit Letties Hilfe gegen die gruselige Haushälterin Ursula zur Wehr setzen, die seine ganze Familie bedroht. Und die merkt nicht einmal etwas davon und schwärmt stattdessen von den fantastischen Kochkünsten der Frau.

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Christopher Ecker: Fahlmann

Ein Werk ohne Widersprüche hat keinerlei Erkenntniswert. Nur im Paradoxon liegt Gewinnn.

ecker_fahlmannGeorg Fahlmann ist ein Mann um die dreißig, Student mit schriftstellerischen Ambitionen und Aushilfe im familieneigenen Bestattungsunternehmen. Er lebt im Saarland, was sich sehr zu meiner Freude durch gelegentliche dialektale Passagen bemerkbar macht, zusammen mit seiner Frau Susanne und seinem Sohn Jens. Die meiste Zeit verbringt er auf dem Dachboden, wo er nicht an seiner Hausarbeit über Personennamen bei Thomas Mann arbeitet und an seinem Roman Vom Herausgehen am Tage verzweifelt. Dieser handelt von Carl Bahlow, einem Entomologen, der als Außenagent einer ominösen Firma in die Tendaguru-Expedition eingeschleußt wird. Diese fand um 1910 in Deutsch-Ostafrika statt mit dem Ziel, die Fossilien von „Schreckensechsen“ zu finden und nach Deutschland zu verschiffen. Wer mal im Berliner Naturkundemuseum war, hat zumindest ein Fossil dieser Expedition, den Brachiosaurus in der Eingangshalle gesehen.

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T. C. Boyle: Wassermusik

Wassermusik„Ich höre es in meinen Träumen. Ich höre es am Morgen, wenn ich erwache und die Vögel in den Bäumen singen. Es ist ein Wispern, ein Klingeln, es ist der Klang von Musik. Und weißt Du, was es ist? Es ist der Niger.“

Wassermusik war vor mehr als 30 Jahren Boyles erster Roman und begründete seinen bis heute andauernden Erfolg. Er erzählt darin in sich abwechselnden Episoden vom Leben zweier Männer, von Mungo Park, einem Afrikaforscher, der tatsächlich gelebt hat und von Ned Rise, der frei erfunden ist. Die beiden wachsen unter sehr verschiedenen Bedingungen auf.

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