Was ich in diesem Jahr noch lesen will

Die letzten Wochen im Jahr sind immer die stressigsten, das weiß ich, darauf stimme ich meinen Lesestoff ab und lese was nettes, leichtes und kurzes. Soweit der Plan, hat natürlich nicht mal im Ansatz funktioniert.

Nachdem ich schon fast eine ganze Woche nicht mehr von Käfern geträumt habe oder von Gesichtern, die aus der Wand kommen, habe ich Fahlmann wohl hinreichend überwunden um den nächsten Ecker zu lesen. Es ist mir ein Rätsel, wie ich übersehen konnte, das schon Anfang des Jahres ein neuer Roman von ihm erschienen ist. Der Bahnhof von Plön lese ich jetzt mit Janine von Das Debüt und hoffe, ich habe sie hinreichend vorgewarnt.

novdez16

Immerhin sehr unterhaltsam aber auch nicht ganz unkomplex schreibt Steven Pinker, dessen Buch The Language Instinct ich bisher nur in Auszügen kenne und jetzt mal ganz lesen will.

Seit Jahren liegt hier Shades of Grey von Jasper Fforde, dem ein fast gleichnamiges und zeitgleich erscheinendes Werk von E.L. James den kommerziellen Erfolg ruiniert hat. Jetzt lese ich es endlich mal. Das wenigstens dürfte recht unterhaltsam sein. Karan Mahajan ist mit The Association of Small Bombs für den diesjährigen National Book Award nominiert. Spielt in Indien, ist gekauft.

Weniger unterhaltsam geht es weiter mit Der Ekel von Sartre. Nachdem ich gerade viel über Sartre in How to be an Existentialist von Gary Cox gelesen habe, will ich jetzt auch mal was von ihm lesen. Der Roman scheint mir ein vergleichsweise leichter Einstieg zu sein. Wo wir schon bei rowohlt und nicht so witzig sind, steht auch noch Arbeit und Struktur von Herrndorf auf meiner Liste.

Ohne 1000-Seiten-Klopper geht es offenbar nicht, dieses mal ist es Die Ästhetik des Widerstands von Peter Weiß. Ich weiß auch nicht, was das soll. Gibt es übrigens auch als hörenswertes Hörspiel beim BR, zur Zeit zumindest zum kostenlosen Download. Falls man sich mal wieder fragt, wozu man eigentlich GEZ zahlt, da war sie gut angelegt.

Black Mamba Boy erzählt die Geschichte eines Jungen, der in Aden aufwächst und sich nach dem frühen Tod der Mutter auf die Suche nach seinem Vater macht. Seine Reise bringt ihn über Ostafrika schließlich bis nach England.

Soweit meine Pläne für den Rest des Jahres, mal sehen was draus wird. Ich habe mir ja auch das grenzdebile Spiel Resort Tycoon runtergeladen, das entspricht meiner geistigen Verfassung gerade eher und ist meine Lieblingsbeschäftigung in der Mittagspause. Tja, da dachtet ihr alle immer ich sei so klug und würde lauter smarte Sachen lesen, dabei spiele ich nur auf meinem Smartphone rum und gucke rtlnow. Meine nächste Rezension ist dann über „Verdachtsfälle“.

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16 Gedanken zu “Was ich in diesem Jahr noch lesen will

  1. Wissenstagebuch 22. Oktober 2016 / 20:40

    Der Ekel und Die Ästhetik des Widerstands möchte ich demnächst auch einmal lesen. Aber ich fürchte, in diesem Jahr wird das nichts mehr. Viel Spaß mit den Büchern!

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  2. thursdaynext 22. Oktober 2016 / 20:54

    Sehr gespannt, ich liiiiebe Fforde, außer,… ja, …sorry. Du liest es auf englisch, da hoffe ich jetzt einfach, dass es bei mir an der dt. Übersetzung lag und harre positivster Kritik Der Ekel als leicht Lektüre *hutab*

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    • letteratura 22. Oktober 2016 / 20:58

      Ich glaube, das habe ich mal versucht, vor ungefähr tausend Jahren, und bin gescheitert…

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      • thursdaynext 22. Oktober 2016 / 21:13

        Ich auch! Es lockt noch immer nicht, obwohl ich dringend des Fforde Nachschubs bedürfte .

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        • letteratura 22. Oktober 2016 / 21:15

          Ich meinte den Sartre, an dem ich scheiterte… Fforde hab ich der Einfachheit halber auf deutsch gelesen 🙂

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          • thursdaynext 22. Oktober 2016 / 21:20

            Der Sartre ist ewig her. Verstanden dürfte ich ihn nicht haben, aber es schmückt😎

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  3. dj7o9 23. Oktober 2016 / 13:42

    Wieso sieht „Arbeit und Struktur“ als Taschenbuch so dünn aus ???
    Ansonsten freue ich mich auf deine Rezensionen, besonders auf Satre 🙂

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  4. Juliane 24. Oktober 2016 / 15:07

    Das nenne ich mal eine bunte Auswahl. „Arbeit und Struktur“ steht auch noch auf meiner Liste. Nur bin ich mir immer noch unsicher, ob ich nicht lieber Herrndorfs Blog dafür lese. Viel Spaß mit den Büchern. Bin schon gespannt auf deine Besprechungen. 🙂

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    • Marion 24. Oktober 2016 / 16:38

      Genau das dachte ich auch die ganze Zeit, dass ich ja auch einfach den Blog lesen kann 🙂 Aber dann lag es da so auf dem Mängelexemplar-Tisch…
      Und dabei bin ich da sonst konsequent und kaufe keine mehr.

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      • Juliane 27. Oktober 2016 / 15:57

        Na gut, wenn es sich dir förmlich als Schnäppchen aufdrängt, dann kann ich verstehen, dass du es dir als richtiges Buch holst. Würde ich wahrscheinlich auch so machen. Das Thema „Mängelexemplare“ finde ich auch schwierig. Zum einen sind die Bücher supergünstig, zum anderen bringt das aber den Verlagen nicht mehr so viel. Schwierig…

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        • Marion 27. Oktober 2016 / 16:05

          Ja, aber die Verlage müssen ihre Überproduktion bzw. schlecht gehende Titel ja auch irgendwie loswerden. Und lieber nur ein bisschen Geld dafür kriegen als die Entsorgung auch noch bezahlen.
          Ich hab mich nur früher sehr leicht von so Angeboten wie „5 Taschenbücher für 10€“ dazu verleiten lassen stapelweise Bücher nach Hause zu tragen, die mich eigentlich gar nicht interessieren und die dann ungelesen im Bücherregal vor sich hin gammeln. Ich fürchte, mein Geschmack ist zu beschränkt für solche Aktionen 🙂

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