Internationaler Literaturpreis für „Erschlagt die Armen“

Der diesjährige 8. Internationale Literaturpreis geht an Shumona Sinha und die Übersetzerin Lena Müller für Erschlagt die Armen. In der Jurybegründung heißt es, „Müller hat die raue Prosa Sinhas mit ihren ungebärdigen, die Wirkmacht der Sprache auslotenden poetischen Widerhaken kraftvoll ins Deutsche gebracht.“

Der Roman handelt von der Mitarbeiterin einer Asylbehörde in Paris. Sie ist dort als Dolmetscherin tätig und hilft bei der Vernehmung der Geflüchteten. Eines Tages verliert sie die Nerven und verletzt in der Metro einen Migranten – recht rabiat mit einer Weinflasche. Auf einmal ist sie diejenige, die verhört wird, der Roman ist ihr Monolog, in dem sie die Unerträglichkeiten der Flüchtlingspolitik darlegt.

Das französische Original ist 2011 unter dem Titel Assomons les pauvres! bei Editions de l’Olivier erschienen, die deutsche Ausgabe im letzten Jahr bei der fantastischen Edition Nautilus. Im gleichen Verlag erscheint dieses Jahr im August ein weiteres Buch von Sinha, Kalkutta, in dem sie von ihrer Geburtsstadt erzählt. Die Übersetzung stammt auch in diesem Fall von Lena Müller.

Bei Edition Nautilus gibt es für alle Interessierten eine Leseprobe und Sinha selbst kann man unter anderem beim Fest der Shortlist sehen.

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