Frohe Ostern! Frühjahrs-Leseliste Nr. 2

Meine Frühjahrs-Leseliste hatte ich ja schon vor einigen Wochen gepostet und geglaubt, ich käme damit durch März und April. Aber schon jetzt ist nichts mehr davon übrig. Was nicht schlimm ist, seitdem sind ein paar tolle neue Bücher erschienen, die gelesen werden wollen.

Lesestapel3

Gleich drei der Titel sind bei Suhrkamp erschienen, alle recht düster.

Erstmal ist da Dunkel, fast Nacht von Joanna Bator, deren Romane Sandberg und Wolkenfern ich so geliebt habe, dass die Erwartungshaltung eigentlich unerreichbar hoch ist. Mal sehen.

Dann liegt da noch der dystopische Winters Garten von Valerie Fritsch auf dem Stapel. Das erste mal habe ich einen Text von ihr gehört bei den letzten Tagen der deutschsprachigen Literatur und war sehr angetan. Ich bin gespannt, ob sie auch Romane kann.

Weiterhin düster und bedrohlich geht es nach Ungarn, wo Die Mittellosen spielen, in dem ein Junge grausame Ausgrenzung aus der Dorfgemeinschaft erfährt.

Für Farbe auf dem Stapel sorgen Der Ort, an dem die Reise endet von Owuor und In anderen Herzen von Mukherjee, beides recht umfangreiche Familiengeschichten, die in Kenia bzw. Indien spielen. In anderen Herzen wird jetzt schon als „indische Buddenbrooks“ abgefeiert. Ich hoffe für die Beteiligten, dass es ein bisschen positiver verläuft.

Nicht auf dem Bild aber auf dem Stapel ist ein weiterer Roman, der als Buddenbrook-Äquivalent angekündigt wurde, The Corrections von Jonathan Franzen. Das hab ich vor mehr als zehn Jahren mal als Vorstellungs-Buch im Englischunterricht ausgewählt und habe den leisen Verdacht, dass ich nicht mal die Hälfte verstanden habe. Wie denn auch, wenn man „anxiety“ erst nachschlagen muss? Also ein neuer Versuch.

Auch nicht im Bild weil als Hörbuch auf dem Handy ist Americanah, mein erstes englisches Hörbuch. Obwohl ich viel Englisch lese, habe ich mich noch nie an ein Hörbuch rangetraut. Mal sehen, wie’s läuft und ob ich was verstehe.

Ein einsames Sachbuch hat es auch dieses mal geschafft, Kochen von Pollan. Seine Sendung war die einzige, die ich während meines Netflix-Probemonats gesehen habe und der ausschlaggebende Grund, jetzt mal endlich dieses Buch zu kaufen, um das ich seit Monaten herumschleiche.

Euch wünsche ich schöne Feiertage mit tollem Wetter und viel Zeit zum Lesen!

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11 Gedanken zu “Frohe Ostern! Frühjahrs-Leseliste Nr. 2

  1. Christina 26. März 2016 / 15:01

    Schönen Feiertage dir auch! Ich bin gespannt darauf, was du zu Franzen schreibst. Ich habe The Corrections auch schon gelesen, ebenso wie Freedom, mich aber nie getraut, eine Rezension zu schreiben, weil mehr drin steckt, als ich gefunden habe.

    Und willkommen auf Facebook!

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    • Marion 26. März 2016 / 15:15

      🙂 Danke! Ich dachte, es wird langsam mal Zeit für Social Media… Jetzt bin ich am ausprobieren, da kommt auf jeden Fall noch was nach, die nächsten Tage hab ich ja Zeit zum rumbasteln.

      Und ich finde, man darf immer schreiben, auch wenn man vielleicht was übersieht oder was anders sieht. Am Ende steckt ja doch für jeden was anderes drin, das macht Literatur ja gerade spannend. Aber die Scheu davor kann ich ebenso verstehen. Ich hatte vor einiger Zeit mal ein Seminar, in dem jeder eine Methode, eine Betrachtungsweise zugewiesen bekommen und damit den gleichen Text analysieren musste. Spannendes Experiment – es klang am Ende nicht, als hätten alle den gleichen Text gelesen.

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      • Christina 28. März 2016 / 14:39

        Sehr schön 🙂 Das dachte ich auch, und deswegen erst einmal Facebook. Viele Blogger nutzen ja noch Twitter, aber das wird mir im Moment zu viel.
        Und ja, da hast du vollkommen Recht. Das ist eigentlich auch das Schöne, jeder sieht etwas anderes. Dennoch glaube ich, dass man ein profundes Hintergrundwissen haben sollte für eine gute Rezension. Und bei Franzen habe ich das Gefühl, dass ich da an Grenzen gelangt bin. Vielleicht weiß ich in ein paar Jahren mehr.

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  2. serendipity3012 26. März 2016 / 18:47

    „Der Ort, an dem die Reise endet“ gefiel mir sehr. Andere fanden den Roman ein wenig sperrig und auch schwierig zu lesen oder zumindest hineinzukommen, das ging mir aber nicht so. Bin gespannt, ob er Dir gefallen wird. Über „In anderen Herzen“ haben wir glaub ich schon mal geschrieben, das will ich auch ganz unbedingt sehr bald lesen.

    Americanah habe auf deutsch ich gelesen, als es rauskam, fand ich auch sehr gut. Ich sollte mich auch mal wieder ans Original trauen, generell, da bin ich irgendwie in den letzten Jahren von abgekommen… 🙂

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  3. Constanze Matthes 27. März 2016 / 16:21

    Ich habe „Die Mittellosen“ im vergangenen Jahr gelesen. Ein großartiges und wirklich sehr bedrückendes Buch, das gerade durch die Perspektive des Kindes einen besonderen Reiz hat. Auch die Biografie des Autors ist traurig. Viele Grüße

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    • Marion 27. März 2016 / 19:52

      Ich kann so sehr bedrückende Texte ja nicht immer gut ab, bin aber sehr angetan vom Stil des Autors. Ich lasse dich wissen, wie ich es fand!

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    • Marion 24. April 2016 / 9:42

      Ich habe das Buch gerade ausgelesen und es ist so ziemlich das freudloseste, was ich jemals gelesen habe. Also gut, gar keine Frage, toll geschrieben, aber auch ohne den Hauch eines Lichtblicks. Trotzdem hab ich es gerne gelesen, aber manchmal war es eben schwer.

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      • Constanze Matthes 24. April 2016 / 16:38

        Ja, das Buch ist keine einfache Lektüre. Es geht sehr an die Nieren, zumal auch das Schicksal des Autors sehr traurig macht. Wenn Dir allerdings osteuropäische Literatur und die Perspektive eines Kindes gefällt, kann ich dir sehr György Dragománs „Der Scheiterhaufen“ empfehlen. Allerdings auch eine gewisse Herausforderung. Viele Grüße

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        • Marion 24. April 2016 / 18:01

          Das klingt wirklich gut, vielen Dank für den Tipp! Das behalte ich auf jeden Fall mal im Auge.

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